Übung machte den Trainer…

Wer „A“ sagt, muss nicht „B“ sagen – er kann auch „C“ sagen

 „Auch eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“ (chinesisch)

 

Ganz in diesem Sinne wagten 9 Sportler aus den Vereinen TSV 1880 Gera-Zwötzen, ASC Ronneburg, ASV Erfurt, TuS Weida Osterburg 1990 und USV Jena am 24. April 2014 diesen ersten Schritt… den Schritt zur Ausbildung als Trainer C. Nach 6 Tagen waren sie dem Ziel einer erfolgreichen Lizenz deutlich viele Schritte näher – der erste größte Abschnitt des Lehrgangs war geschafft.

Trainer 2014 - Bild 2Hinter ihnen lagen mehrere Stunden an Übungseinheiten, die zunächst gezwungenermaßen etwas theoretisch ausfielen, wo in die „Allgemeine Trainingslehre“ und „Trainingsdidaktik und -methodik“ eingeführt wurde… hoffentlich konnte jedoch durch kleine Abstecher – wie dem „Organisationsformen-Battle“ – etwas Abwechslung ins Spiel gebracht werden. Nach dem Kapitel „Aufbau und Gestaltung einer Trainingseinheit“ mit den eingebundenen Themen „Dehnung“ und „Kleine Spiele“ war schließlich das Grundgerüst fertig, um selbst an die „Front“ zu können, eine erste Übungsstunde gemeinsam auszuarbeiten und sich in der Turnhalle praktisch auszuprobieren.

Trainer 2014 - Bild 6Am darauffolgenden Tag wurde es noch einmal theoretisch: Heike Zorn als Gastreferentin brachte den Teilnehmern die wissenswerten Grundlagen der Sportanatomie und -biologie nahe. Damit dieses durchaus recht umfangreiche Thema nicht zu einseitig erlebt wurde, bediente sie sich hierbei vielfältiger Medien: Von Anschauungsbildern über Kinder-DVD’s bis hin zu Lebensorganen in Kuscheltierform reichte die Palette, um den Tag letztlich doch recht abwechslungsreich zu gestalten.

Die Relevanz vieler der behandelten Themen zeigte sich bei den anschließenden Einheiten: Konditionelle Eigenschaften (Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft), koordinative Fähigkeiten und Techniktraining. Auch hier bestand jeweils für die Teilnehmer die Möglichkeit, nachdem der theoretische „Grundstein“ gelegt worden war, in Gruppen eine Trainingseinheit zu den entsprechenden Themen zu konzipieren und in der Praxis auf dem „Turnhallenboden der Realität“ umzusetzen.

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Mit kleinen Ausflügen in andere Themengebiete, wie motorische Ontogenese, endete der erste Baustein der Ausbildung. Natürlich macht einen solchen Lehrgang noch viel mehr aus als die behandelten Themen – wie zum Beispiel die Tischtennis- oder Basketball-Duelle in den Pausen, das tägliche liebevolle Wecken zum morgendlichen Jogging durch’s Dorf sowie die kleinen Episoden und Insider-Gags, die nur die Teilnehmer des Kurses kennen und verstehen (An die Leute der Trainer-C-Ausbildung 2000: Wer erinnert sich noch an den „Ü-Ei-Effekt“?)… So wissen wir zum Beispiel nun um das Erfolgsgeheimnis „Schema J“, beherrschen den Kleine-Spiele-Rap (Und jetzt alle: „Lauf- und Fangspiele… Rauf- und Kampfspiele…“) und kennen bereits jetzt den neuen „Scooter“-Hit: „Freezing – Releasing – Exploitier“…

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Mit zwei weiteren Wochenenden – das erste gekoppelt mit der Jugendleiterausbildung – und einem Prüfungstag wird die Ausbildung ihren Abschluss finden. Hoffentlich werden diese Tage ähnlich bunt, interessant… und ja, auch lustig… Die entsprechende Basis wurde bereits geschaffen und die richtigen Menschen hierfür sind auch vor Ort – damit sind die Referenten und die Teilnehmer gemeint!

 

Andreas Herzog
(Lehrreferent TUT)