Trainingsreicher Abschied

Mit dem sprichwörtlichen lachenden und weinenden Auge ging der dritte und letzte Block der Trainer-C-Ausbildung zu Ende. Lachend: weil man auf viele schöne gemeinsame Stunden zurückblicken konnte; weinend: weil es so schnell schon wieder vorbei war. Man hatte mit Leuten verschiedener Thüringer Vereine, die man sonst nur einmal für einen Tag auf einem Turnier oder Lehrgang erlebte, eine längere Zeit verlebt und sie näher kennengelernt – man hat gemerkt, dass alle irgendwie gleich „ticken“ (und „kicken“) und den Sport Taekwondo in ähnlicher Weise leben… wahrscheinlich der beste Weg für ein Zusammenwachsen in Thüringen. (Randnotiz: Schön wäre es daher gewesen, wenn sich aus noch mehr Vereinen Teilnehmer gefunden hätten…)

Das letzte Trainer-Wochenende vom 28. bis 29. Juni stand ganz im Zeichen der disziplinspezifischen Anforderungen bzw. – um es einfacher auszudrücken – es ging einfach mal richtig um Taekwondo. Nach einem Kurzausflug am Samstag zum rechtlichen Rahmen der Notwehr und dem Versuch einer Systematisierung des Selbstverteidigungstrainings mit anschließender gemeinsamer Sammlung von Trainingsideen stand der gesamte Nachmittag für den Part Wettkampf zur Verfügung. Referent René Richter führte in die theoretischen Grundlagen ein und anschließend ging es zum praktischen Ausprobieren in die Sporthalle. Neben den klassischen Trainingsutensilien wie Pratzen und Schutzausrüstung kamen auch weitere Hilfsmittel wie Koordinationsleiter, Mini-Hürden etc. zum Einsatz, um sich den Aufgaben „Step mit Pep“, „Tipps und Tricks für Kicks“, „Üben mit Partner – alles startklar!“ zu widmen; das Ganze angereichert mit Anregungen für Spiele und Erwärmung… Hier dürfte für jeden etwas dabei gewesen sein – und sei es die Erkenntnis, dass „Fast Food“ auch fit machen kann.TC - Juni 2014 - 2

Am Sonntag wurde es neben all dem Spaß zunächst erst noch einmal Ernst: Die Teilnehmer mussten sich dem zweiten schriftlichen Test stellen, den aber jeder (wie auch den ersten) bestand, womit alle den theoretischen Part der Ausbildung insgesamt bereits erfolgreich hinter sich gebracht haben. Nun gilt es „nur“ noch den praktischen Teil, die Lehrprobe, zu meistern – um sich hierfür noch ein paar Ideen zu holen, ging es danach unmittelbar mit den taekwondo-spezifischen Themen weiter. Zuerst wurde es nochmals theoretisch… was aber nicht hieß, dass es nicht gleichzeitig anschaulich und praktisch relevant war: Zum Thema „Wettkampfregeln Freikampf und Technik aus Trainersicht“ präsentierte Referent Sebastian Winter einen Überblick über Wissenswertes und Aktuelles aus dem Regelwerk. Mittels konkreter Video-Beispiele wurden weiterhin taktische Verhaltensstrategien im Vollkontakt-Bereich als Coach angesprochen, darüber hinaus Tipps zur Vermeidung von klassischen Fehlern, auf welche Kampfrichter regelmäßig achten, im Formenturnier. Der Nachmittag stand schließlich im Zeichen der Technik: Referent Mirko Hartmann machte abschließend noch einmal einen Rundumschlag zum Formentraining – Poomsae-Standard „State of the Art“, „Letzter Schliff für Technik mit Pfiff“, „Ganz oben mit den richtigen Trainingsmethoden“; jedenfalls ein würdiger Abschluss für den Lehrgang…

In diesem Sinne nochmals ein herz(ög)liches Dankeschön an alle Referenten – man darf auf die Umsetzung all des Gelernten und Erlebten zur Lehrprobe im September gespannt sein!

Andreas Herzog
(Lehrreferent TUT)