Thüringer Weihnachtsturnier – Einsteiger

Obwohl der Termin für das diesjährige Weihnachtsturnier noch weiter in Richtung Feiertage gerückt war, gab es einen leichten Anstieg der Teilnehmerzahl zu verzeichnen.

Es hatte sich wahrscheinlich etwas herumgesprochen, dass dieses Turnier gerade für Wettkampfneulinge sehr gut geeignet ist, um erste Erfahrungen zu sammeln. Es wurde auch diesmal wieder ohne die elektronischen Westen gekämpft, damit diejenigen, welche in den Vollkontakt „reinschnuppern“ wollten, nicht gleich die Sensor-„Socken“ kaufen mussten. Neu war, wenn auch nur testweise, dass ein Formenvergleich in das Turnier integriert wurde, ähnlich unserer Kreisjugendspiele. Somit war es möglich, in beiden Disziplinen Erfahrungen zu sammeln.

Etwa 100 Sportler (80 Vollkontakt / 30 Poomsae) waren nach Ronneburg gekommen, um in der schön vorgerichteten Sporthalle, der beleuchtete Tannenbaum durfte natürlich nicht fehlen, um die Medaillen zu kämpfen. Selbstverständlich war auch ein Team unserer Abteilung vertreten. Mit 12 kleinen und größeren Sportlern, von denen 3 ausschließlich im Vollkontakt und 3 nur bei der Poomsae starteten, waren wir recht gut vertreten. Ebenfalls mit dabei, unsere erfahreneren Sportler Emily Buchholz, Franka Trampel, Emma-Elena Mischur, Thessa Schneider und Rico Richter, die für den Wettkampf als Coaches zur Verfügung standen. Für den ordnungsgemäßen Wettkampfverlauf sorgten unter anderem auch unsere Kampfrichter

Cora Sue Hüttner, Christopher Kiel und Sebastian Winter. Den allgemeinen Überblick in unserem Team hatte Carmen Richter, da unser „Chefcoach“ René Richter kurzerhand als Systembetreuer an einer Wettkampffläche einspringen musste …. einige Kampfrichter waren leider ausgefallen. Nach der Waage stand fest, dass 2 unserer Kämpfer (Alina Goldhan und Tim Haas) leider keine Gegner hatten und damit kampflos waren. Es bestand jedoch die Möglichkeit, sich mit einem Jurys Paper zu „bewaffnen“ und andere Sportler für einen Freundschaftskampf zu finden, was auch gelang.

Dann konnte es endlich losgehen. Den Auftakt für unser Team machte Willy Jedamzik. Mit viel Einsatz schaffte es den Sieg und damit den Einzug in das Finale. Mit Kampfnummer 06 war dann auch schon Helena Loch an der Reihe. Aufgrund der Gewichtsklassenzusammenlegung stand ihr eine Kämpferin gegenüber, die beinahe einen Kopf größer war. Zunächst begann Helena sehr zögerlich, als sie aber merkte, dass man die Kicks zum Kopf auch gut blocken kann, wurde sie mutiger. Dies wurde in der dritten Runde dahingehend belohnt, als dass sie Treffer um Treffer erzielte und so den Kampf sogar gewann!

Direkt im Anschluss kämpfte Lara Weiser. Auch sie konnte sich durchsetzen und in das Finale einziehen. Stella Ziemek tat sich in ihrem Halbfinalkampf recht schwer. Das Stepping war zu Beginn kaum vorhanden, was es ihrer Gegnerin leichter machte. Mit entsprechendem Einsatz in der dritten Runde holte sich Stella doch den Sieg. Damit hatten alle unserer Kämpfer den Finaleinzug erreicht, wobei erwähnt werden muss, dass manchen auch das Losglück zur Seite stand.

Aufgrund des eher übersichtlichen Teilnehmerfeldes waren die einzelnen Gewichts- und Altersklassen nicht überall zahlreich besetzt, so dass z.B. bei nur 3 Startern einer das Freilos erhielt und gleich im Finale kämpfen durfte. Hauptsächlich zur Freude der Kinder ließ sich zwischendurch sogar der Weihnachtsmann blicken. Er hatte natürlich auch seinen Sack mit den Gaben dabei, die er aber nur gegen eine „Gegenleistung“ herausrückte.

Noch vor der Mittagspause durfte Kiara Grieger als erste aus unserem Team ihren Finalkampf bestreiten. Sie gab sich große Mühe und hielt auch konditionell gut durch, jedoch erzielte sie zu wenige Punkte. Es wäre sicher hilfreich, wenn im Training immer richtig und konzentriert geübt würde. So reichte es am Ende leider nicht zum Sieg. Es war aber immerhin die erste Silbermedaille an diesem Tag für uns. Emily Fuchs kämpfte bei ihrem Wettkampf-Debüt ganz ordentlich. Gegen die erfahrenere Sportlerin aus Gera hielt sie ganz gut mit, bis sie wegrutschte und aufgrund einer Handverletzung nicht weitermachen konnte. Schade, aber beim nächsten Turnier läuft es bestimmt besser.  Nun folgte ein vereinsinterner Kampf. Adrian Walther durfte gegen Willy kämpfen. Beide schenkten sich nichts, schließlich ging es um den Sieg. Der Kampf war spannend und ging letztendlich zu Gunsten von Adrian aus.

Anschließend waren wir gespannt, wie sich Helena „schlagen“ würde, hatte sie doch im ersten Kampf Selbstvertrauen tanken können. Leider war sie unkonzentriert und musste gleich zu Beginn einige Treffer kassieren, die einen Sieg in der Folge sozusagen unmöglich machten. Schade, da wäre sicher noch einiges machbar gewesen. Irgendwie schien „der Wurm“ drin zu sein, denn auch für Lara lief es nicht so gut. Zunächst begann sie wieder recht offensiv und ging auch in Führung, doch auch für sie lief es nach einem Kopftreffer nicht mehr so gut. Hier muss im Training unbedingt noch an der mentalen „Stärke“ gearbeitet werden bzw. ist diese herauszubilden.

Stella ließ sich zum Glück nicht von den Kämpfen ihrer Teamkameradinnen beeinflussen und kämpfte dann auch besser als in ihrem Vorkampf. So wurde es eine recht klare Angelegenheit und natürlich die Goldmedaille. Bleiben nun noch die Freundschaftskämpfe. Hier trat Alina gegen eine Geraer Kämpferin an. Es wurde ein sehr spannender Kampf, der auch noch sehr knapp ausging. Alina siegte mit 3:2 Punkten durchaus verdient. Tim tat sich da schon schwerer, was unter anderem auch an der eher mangelhaften Technikausführung lag. Da der Gegner jedoch einige Strafpunkte bekam, konnte Tim doch noch mit 6:5 Punkten gewinnen.

Es folgte nun noch der Formenlauf – die Poomsae, ausgetragen im einfachen K.O.-System und per Flaggenentscheid von 3 Kampfrichtern. Gelaufen wurde immer paarweise, jedoch durften, anders als bei unseren Kreisjugendspielen, unterschiedliche Formen gezeigt werden. Hier konnte Tim überraschen, er schaffte es bis in das Finale und holte Silber. Das schaffte auch Willy und sicherte unserem Team damit die 2. Silberne im Poomsae-Lauf.  Nur bis in das Halbfinale schafften es Helena und Stella, die sich mit Bronze begnügen mussten. Ohne Medaille blieb leider Anne Trampel, die sich der Ronneburger Sportlerin knapp geschlagen geben musste. Es waren durchaus recht schöne Präsentationen zu sehen und wir hatten ja mit Sophie und Thessa noch 2 Eisen im Feuer. Beide konnten überzeugen, was 2 Goldmedaillen zur Folge hatte.

Die Spannung stieg noch einmal, als die Mannschaftswertung verkündet wurde. Mit nur einem Punkt Rückstand auf die Sieger vom TSV 1880 Gera-Zwötzen holte sich unser Team dem „Silber-Pokal“. Leider zählte der Formenlauf nicht dazu, sonst hätten wir sogar den Sieg geholt. Mit diesem Erfolg geht es nun in die Weihnachtspause, bis es am 09. Januar wieder heißt: Fleißig trainieren für die Wettkämpfe und Prüfungen im Jahr 2018!

R.Richter