Serbia Open 2015

Zur Serbia Open 2015 gab es Änderungen bezüglich der Ausrichtung des Turnieres. Wahrscheinlich schon in der Erwartung einer großen Meldezahl, hatte der Ausrichter, der Taekwondo Klub Galeb, diesmal eine andere Halle für die Ausrichtung gewählt. Die Belgrader „Kombank Arena“ ist die derzeit größte Sporthalle in Serbien mit 20.000 Sitzplätzen und wurde 2004 eröffnet. Da die Arena dem Ausrichter einige finanzielle Mittel kostete, musste auf den Shuttle für die Sportler verzichtet werden, schade, hatte das doch in den letzten Jahren so gut funktioniert.

Letztendlich waren über 1.400 IMAG2162Sportler zum G1 – Turnier angemeldet und in der Arena 13 Kampfflächen aufgebaut, eine davon als „Podestfläche“ in der Mitte der Halle. Zum Einsatz kam hier das elektronische System von KP&P (Weste und Kopfschutz). Was den Einsatz der Kampfrichter anging blieb der Ausrichter auch in diesem Jahr seinem Anspruch treu, es waren fast ausschließlich International Referees die zum Einsatz kamen.

Unsere Kämpferin Jasmin Richter ging gleich am ersten Wettkampftag in der Klasse Jugend A, bis 52kg, welche mit 29 Sportlerinnen stark besetzt war, an den Start. Als wir die Pool-Listen sahen, mussten wir feststellen, dass die Auslosung diesmal scheinbar nicht so günstig war. Bei einem Sieg im ersten Kampf würde Jasmin bereits in der darauffolgenden Begegnung auf eine der besten Kämpferinnen dieser Klasse, die Serbin Vanja Stankovic treffen. Doch dazu musste erst einmal gegen die Griechin Erasmia Malouta gewonnen werden. Kurz nach Beginn lag Jasmin kurzzeitig mit 0:1 zurück, wurde dann aber immer sicherer und landete einen Kopftreffer, der dafür sorgte, dass sich die Gegnerin kurz auf den „Hosenboden“ setzen musste. Damit waren die Weichen im dem Kampf gestellt. Die Griechin hatte nicht mehr viel entgegen zu setzen und so siegte Jasmin bereits nach Runde 2 vorzeitig mit 28:6 Punkten!IMAG2190

Da auch Stankovic gewann kam es nun zur mittlerweile 4. Auflage dieses Duells. Man konnte die Spannung förmlich fühlen. Beide gingen mit Respekt vor der Gegnerin in die Begegnung, lieferten sich einen recht taktisch geführten, aber dennoch tollen Kampf. Die Serbin konnte zuerst punkten und ging mit 1:0 in Führung. In Runde 2 ein ähnliches Bild, taktieren und schnelle Kicks, jedoch keine Punkte. In der letzten Runde wurde Jasmin ein wenig offensiver, schließlich lag sie noch zurück. Doch es wollte einfach kein Treffer gelingen. Dann, so etwa 15 Sekunden vor dem Ende, die Schlussoffensive und buchstäblich in letzter Sekunde doch noch der Punkt zum 1:1. Nun musste die Runde 4, der Sudden Death entscheiden. Keine der Beiden konnte einen Punkt erzielen, jedoch hatte die Serbin einen „Kontakt“ auf der Weste mehr, was ihr nach aktuellem Regelwerk den Sieg bescherte. Schade für Jasmin, trotz toller Leistung bereits im 8tel Finale auszuscheiden.

Stankovic gewann alle weiteren Kämpfe und somit auch dieses Turnier. Wer weiß was möglich gewesen wäre, wenn das Glück auf Jasmins Seite gestanden hätte. Nun heißt es „dran bleiben“ und gezielt weiter trainieren, denn in etwa 4 Wochen geht es nach Zagreb zur Croatia Open.

 R.  Richter