Seminar dsj-Juniorbotschafter/innen für Dopingprävention

Was ist Doping überhaupt? Wo beginnt Doping? Das war eine der Hauptfragen des Seminars für Dopingprävention in Heidelberg.

Vom 22.-24.09. trafen sich 20 Juniorbotschafter/innen im Olympiastützpunkt Heidelberg um sich auszutauschen, zu diskutieren und neue Informationen zu bekommen.

Veranstaltet wurde das Seminar von der Deutschen Sport Jugend (dsj) unter Leitung von Prof. Dr. Gerhard Treutlein, eine der führenden Persönlichkeiten bei Dopingprävention und Aufklärung.

Am Freitag stand das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Da einige Referenten erkrankt oder verhindert waren, musste das Programm etwas angepasst werden. So wurde abends für das Thema sexualisierte Gewalt sensibilisiert, indem u.a. einzelne ausgedachte Situationen bewertet wurden.

Samstag früh ging es um die Entwicklung des Problembewusstseins und Argumentieren lernen. Dazu führten wir in Gruppen Diskussionen über die Freigabe von Dopingmitteln, mussten dabei die uns zugeteilten Rollen annehmen und unsere Argumente überzeugend darstellen. Jörg Becker und Tobias Döppgen von der dsj stellten anschließend einige Fachpublikationen, den Internetauftritt der Sportjugend sowie ein Forum vor, in dem die Möglichkeit zum interaktiven Austausch besteht.

Am Nachmittag bekamen wir Grundlagenwissen zu Nahrungsergänzungs- und Schmerzmitteln und der Begriff Dopingmentalität wurde genauer betrachtet. Kerstin Brüning, Ernährungsberaterin beim OSP, erklärte wie gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf als Grundlage für einen Verzicht auf Nahrungsergänzungsmittel dienen. Nun ging es in den Bereich Journalismus. Andreas Strepenick, Journalist der Badischen Zeitung, zeigte die Möglichkeiten und Risiken bei der Aufklärung und Kommentierung von Doping, gegen welche Widerstände man bei der Aufklärung von Dopingskandalen kämpfen muss. Auch Sven Hahn, ehemaliger Kugelstoßer und heute ebenfalls Journalist, konnte von eigenen Erfahrungen mit Doping im Leistungssport berichten.

Den Abend ließ man bei einem Stadtbummel durch die sehr schöne Altstadt Heidelbergs ausklingen.

Am Sonntag wurde in einem Rollenspiel deutlich gemacht wie groß die Versuchung zu Doping ist und wie dabei die Beziehung des Sportlers zum Trainer, zur Familie und zu Freunden wirkt. Als letzte Aktion war eine Art World Café geplant, bei dem die wichtigsten Punkte der letzten Tage zusammengefasst und diskutiert wurden.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass es eine sehr schöne Veranstaltung war und dass vor allem der Austausch, die Kommunikation zwischen Aktiven in der Dopingprävention wichtig ist, ebenso wie ein fundiertes Fachwissen zu dem Thema.

Jasmin Richter / Juniorbotschafterin DTU-Jugend