Ranglistenturnier Süd

Taekwondo Team Ronneburg auf Erfolgskurs

Ellinor Schlesier erringt Bronze auf internationalem Ranglistenturnier

Mit rund 250 Starts und allen „Stars“ der deutschen Formenszene – darunter mehreren amtierenden Welt- und Europameistern – war das internationale Ranglistenturnier im bayrischen Eichstätt eines von drei wichtigen nationalen Qualifikationsturnieren im Bereich Technik (u.a. für die Europa- und Weltmeisterschaft). Besonders spektakulär: die Präsentationen unserer Weltmeistmeister in den Disziplinen Einzel, Paar und Team sowie in der neuen Disziplin: „Freestyle“. Diese wurde zur letzten WM in Kolumbien neu eingeführt und stellt mit ihren vielen Pflicht- und Akrobatik-Elementen nicht nur für die Athleten eine große Herausforderung dar, sondern auch für die Kampfrichter. Im Gegensatz zum Vollkontakt sind die Bewertungen im Technikbereich recht schwierig und erfordern nicht nur eine extrem genaue Kenntnis des Regelwerks, sondern auch der 16 Wettkampf-Formen und ihren Einzeltechniken. Gerade im Spitzenbereich entscheiden hier allerkleinste Winkelabweichungen, Unsauberkeiten oder Nuancen in der Präsentation. Einige ausgewählte Kampfrichter (u.a. ich selbst) konnten nach einer speziellen Unterweisung erstmals auf nationaler Ebene den Bereich Freestyle punkten – eine anspruchsvolle Aufgabe, da es auch die amtierenden Weltmeister zu bewerten galt.

Als einzige Sportlerin, vertrat Ellinor Schlesier vom Taekwondo Team Ronneburg (ASC) das Land Thüringen – und das sehr erfolgreich. Nach Auslosung der zu präsentierenden Formen am Vorabend war klar, dass hier der Sprung ins Finale durchaus erreichbar war (Mindestplatzierung  8. Platz). Ellinor schaffte diese Hürde als Vierte ihres Starterfeldes. Im Finale schob sie sich dann sogar durch eine nahezu fehlerfreie und sehr überzeugende Präsentation der Formen 5 und 11 noch weiter nach vorn auf Platz 3. „Bronze“ – und damit die erstmals Edelmetall in einem nationalen Vergleich der höchsten Leistungsklasse. An dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch. Anders als weiter unten vermutet, ist der Trainer sogar überaus zufrieden – ein wirklich verdienter Erfolg, für stets vollen persönlichen Einsatz und darüber hinaus…

„… für mich war dieses Ranglistenturnier nach der „Deutschen“ ein wichtiger leistungssportlicher Höhepunkt. Viele Sportler vor Ort, sind auch auf internationaler Ebene sehr erfolgreich. Die Formen-Präsentationen unserer Weltmeister „live“ zu sehen war natürlich sehr beeindruckend. Besonders sehenswert waren dabei die neuen Freestyle-Formen. Da ich die einzige Starterin aus Thüringen war und Stev als Bundeskampfrichter nicht coachen durfte, wurde ich vom Leistungskader Sachsen betreut und dort auch überaus freundlich aufgenommen.  Die Unterstützung hat mir sehr geholfen und ich möchte mich hierfür nochmal herzlichst bedanken. Vor meinem Start war ich sehr aufgeregt, denn der Lauf war enorm wichtig, um ins Finale einzuziehen. Im  Finale dann angekommen waren meine Präsentationen dort sehr zufriedenstellend. Letztendlich schaffte ich tatsächlich erstmals den Sprung in die Platzierung und wurde Dritte! Ich habe mich sehr gefreut und auch mein Trainer war zufrieden. Ich finde es toll, dass sich die harte und vor allem sehr zeitintensive Arbeit lohnt und sich meine Leistungen bei jedem Turnier ein wenig mehr steigern. (Ellinor Schlesier)“

Bericht/Bilder: Stev Brauner

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