Polish Open 2016

Es war nun bereits das vierte Mal in diesem Jahr, dass Jasmin Richter für das Jugend-Nationalteam der DTU an den Start gehen durfte.

Die Reise ging in das Nachbarland Polen, genauer nach Warschau zu den Polish Open 2016. Nach der Sommerpause und dem 1-wöchigen Bundeskaderlehrgang Ende August sollte dies eine erste Standortbestimmung auf internationaler Bühne sein.

Den Samstag hatte Jasmin noch frei, da ihre Gewichtsklasse -55kg erst am Sonntag an der Reihe war. Natürlich hatten alle Sportler des Teams, die am nächsten Tag dran sein sollten, noch eine Trainingseinheit zur Vorbereitung zu absolvieren.

Die Teilnehmerzahl erreichte zwar nicht ganz die Höhe der anderen europäischen G-Turniere, was sich jedoch nicht auf das Niveau des Wettkampfes auswirkte. Gekämpft wurde, wie mittlerweile üblich mit elektronischen Westen und Headgear, in diesem Fall von der Fa. Daedo.

In Jasmin´s Gewichtsklasse gingen polishopen221 Kämpferinnen aus 11 Nationen an den Start. Den ersten Kampf hatte sie gegen Lea Höglinger aus Österreich zu bestreiten. Gegen diese Sportlerin hatte Jasmin 2015 in Kroatien bereits gekämpft und gewonnen. Entsprechend zuversichtlich ging sie in den Kampf. Unter den Augen des Bundestrainers Marco Scheiterbauer kam Jasmin nur langsam in Schwung. Letztendlich siegte sie recht sicher mit 5:1 Punkten.

Im nächsten Vorrundenkampf wartete mit Antonia Krajnovic eine Kämpferin aus Kroatien. Jetzt war Jasmin gleich gut bei der Sache und ließ der Gegnerin kaum eine Chance. Leider löste bei einigen Kontakten am Kopfschutz der Gegnerin die Elektronik nicht aus. Das tat der Kampflaune von Jasmin keinen Abbruch und so siegte sie klar mit 11:2 Punkten – Viertelfinale.

Nun stand ihr mit der Polin Natalia Nikliborc eine Bekannte von der German Open gegenüber. In Hamburg hatte Jasmin leider verloren, dies sollte in Warschau nicht noch einmal passieren. Entsprechend motiviert und konzentriert ging sie in die Begegnung. Es sollte besser werden, denn Jasmin hatte Nikliborc recht gut unter Kontrolle. Mit 5:1 Punkten ging der Sieg diesmal nach Deutschland. Damit war das Halbfinale erreicht und eine Medaille sicher.polishopen1

Die Gegnerin war nun Kristina Beros aus Kroatien, die ebenfalls schon einige int. Erfolge auf dem Konto hat. Gleich zu Beginn kassierte Jasmin durch eine Unachtsamkeit einen leichten Kopftreffer. Dies spielte der starken Kroatin natürlich in die Karten, denn diesen Vorsprung verteidigte sie sehr clever. Trotz tollem Kampf kam Jasmin nicht mehr zum Ausgleich und verlor. Dennoch kein Grund zur Traurigkeit, denn der Bundestrainer war mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Mit der Platzierung gehörte Jasmin zu den 4 Medaillengewinnern aus dem Jugendteam.

R. Richter