Park Pokal 2014

Wie -in- jedem Jahr, das letzte große Turnier: ParkPokal. Wie -nach- jedem Jahr – „da fahren wir nicht mehr hin“ … und dennoch, wir sind jedes Jahr wieder da. Der besondere Reiz … ? Es ist eben ein großes Turnier, mit zahlreiche Nationen am Start. Durchaus hier und da internationale Spitzensportler … und irgendwie auch immer für Sportler, Betreuer und Kampfrichter ein Erlebnis.

Stev Brauner

 

Die Ostthüringer Sportler (ASC Ronneburg, TSV Gera-Zwötzen und TuS Weida) durften auch beim diesjährigen 29. Int. ParkPokal nicht fehlen. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg
nach Sindelfingen. Gegen 20.00 Uhr kamen wir am Glaspalast an. Die Registration der Formenläufer und die Waage für die Wettkämpfer gingen zum Glück relativ zügig, so dass wir
uns zeitnah auf den Weg nach Pforzheim machen konnten. Das Ziel war der Dojang des Judoclub Pforzheim, in dem wir alle übernachten durften. Begrüßt wurden wir dort von einem guten Freund, Ibrahim Sönmezates. Schnell wurde noch etwas gegessen, anschließend geduscht und dann ging es für die Wettkämpfer gleich ins Bett oder vielmehr in den Schlafsack. Die Trainer und Kampfrichter saßen natürlich noch ein wenig zusammen.

Nach dem gemeinsamen Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Halle. Die Zahl der gemeldeten Starter glich in etwa der vom Vorjahr und war mit ca. 800 Sportlern im Vollkontakt recht ordentlich. Auf 6 Flächen wurde mit den E-Westen von Daedo um Ranglistenpunkte gekämpft. Im Vergleich zum letzten Jahr waren die Kampfrichterleistungen ein wenig besser, was aber auch daran liegen kann, dass wir unsere Ansprüche etwas nach unten gesetzt hatten. Wie immer waren auch unsere beiden International Referee, Sebastian Winter und Stev
Brauner mit von der Partie, die auch jeweils eine Fläche zu leiten hatten. Zunächst zum Vollkontakt, da dort die Anzahl unserer Teilnehmer mit 2 Kämpfern recht überschaubar war.
Nach recht ordentlichen Leistungen bei den letzten Turnieren wollte Rico Richter auch in diesem Jahr eine Platzierung erreichen. In seiner Klasse, Jugend B -45kg waren insgesamt 17
Sportler gemeldet. Es ging ganz gut los, da er den ersten Kampf gegen einen Sportler aus Baden-Württemberg mit 5:3 Punkten siegreich gestaltete. Im 2. Kampf stand ihm nun ein
Berliner Kämpfer gegenüber. Der Kampf war recht ausgeglichen, jedoch konnte Rico besser auf die E-Weste punkten und das bisher Trainierte sehr gut umsetzen. Schlussendlich ging er auch hier mit 8:5 Punkten als Sieger von der Fläche. Das Viertelfinale musste er nun gegen einen sehr guten Sportler  aus Bayern bestreiten. Nach gutem Beginn war Rico in Runde 2 leider ein wenig unaufmerksam und geriet in Rückstand, den er trotz tollem Schlussspurt nicht mehr aufholen konnte. So blieb er trotz zweier Siege leider ohne Platzierung.
Für Jasmin war die Zielstellung klar, sie wollte ihr drittes DTU-Ranglistenturnier gewinnen. 15 Sportlerinnen in der Klasse Jungend A -52kg wollten dies auch. Den ersten Kampf bestritt
Jasmin gegen eine Kämpferin aus NordrheinWestfalen. Diesen beendete sie nach einem Kopftreffer vorzeitig in Runde 2 beim Stand von 7:0 Punkten. Im Viertelfinale hatte sie eine
Sportlerin aus Österreich „vor den Füßen“. Auch der ließ sie keine Chance und ging vorzeitig beim Stand von 19:5 von der Fläche. Das Halbfinale hatte Jasmin wiederum gegen eine österreichische Kämpferin zu bestreiten. Es wurde ein klein wenig schwieriger, jedoch war der Sieg mit 10:4 Punkten recht ungefährdet. Im Finale stand ihr mit Jennifer Barbic
nun eine belgische Kämpferin gegenüber. Der Kampf begann relativ ausgeglichen. Als Jasmin ab Runde 2 das Tempo anzog, konnte sie sich immer mehr absetzen. Jasmin siegte mit 9:3 Punkten relativ klar und schaffte damit ihren 3. Sieg bei einem Bundesranglistenturnier im Jahr 2014. Mit 2 Sportlern konnten wir uns weit vor dem Thüringer Landeskader platzieren, der immerhin mit 4 Sportlern am Start war!
Doch nun zu unseren Formenläufern, die zahlenmäßig den größeren Teil des Ostthüringer Teams ausmachten. Trotz der eher mäßigen Kampfrichterleistungen im vergangenen Jahr,
hatte man sich dazu durchgerungen, wieder an den Start zu gehen. Im Verlauf des Turnieres stellte sich jedoch heraus, dass unsere Techniker nicht nur gegen ihre Kontrahenten, sondern auch noch gegen die Kampfrichter zu laufen hatten. Es war klar zu sehen, dass die ausschließlich BadenWürttemberger Kampfrichter die einheimischen Sportler wohlwollend bewerteten. So war es schwer, überhaupt in die Platzierungen zu kommen! Umso höher sind die erreichten Platzierungen unserer Sportler aus Gera und Ronneburg zu bewerten. In der Klasse LK1 unter 14 schaffte Josephine Seidel (Gera) immerhin den 2.Platz! Jessy Wiedemann erreichte in der LK1 unter 29 den 6.Platz. Marvin Seidel (Gera)belegte in der LK1 unter 14 den 4.Platz und Jean Isserstedt (Gera) in der LK1 unter 17 den 5.Platz. Im Paarlauf gab es zwei 2.Plätze und einen 5.Platz. Ein siebenter Platz kam noch in der LK 2 unter 14 für Damian Wesinger (Ronneburg) hinzu. Alles in allem bleibt festzustellen, dass gerade im Technikbereich die sehr subjektiven Entscheidungen ein Problem darstellen. Im Anschluss an die Wettbewerbe wurde daher das Gespräch mit dem Veranstalter gesucht. Dieser bedauerte den Verlauf und versprach, zum Jubiläum im kommenden Jahr auf jeden Fall auch im Poomsae-Bereich
internationale Kampfrichter einzusetzen. Wir ließen uns jedenfalls nicht die Stimmung verderben und trafen uns am Abend mit Ibrahim auf dem Pforzheimer Weihnachtsmarkt. Dieser war sehr schön hergerichtet und lud somit buchstäblich zum Verweilen ein. Bei Glühwein, Eier- oder Kinderpunsch konnten wir die vorweihnachtliche Stimmung genießen.

Am nächsten Tag standen nur noch das gemeinsame Frühstück und das Aufräumen auf dem Programm. Außer für Stev und Sebastian, denn die Beiden hatten noch den 2. Turniertag als Kampfrichter zu bewältigen. Trotz der Unstimmigkeiten im Technikbereich werden wir sicher auch im kommenden Jahr dabei sein, wenn der Park-Pokal zum 30ten Mal stattfindet.

R. Richter