Landeskup- und Danprüfung

Die diesjährige Landeskup- und Danprüfung fand am 24. Juni, bei hochsommerlichen Temperaturen in Sonneberg statt. Ausrichter war die dortige TKD-Abteilung unter Leitung von Jeannette Huss. An dieser Stelle gleich noch einmal der Dank an die Sportfreunde aus Sonneberg für die sehr gute Ausrichtung dieser Veranstaltung.

Doch nun zum sportlichen Teil. Leider hatten sich in diesem Jahr lediglich 9 Sportler „getraut“, zur Prüfung anzutreten. Darunter auch eine Sportlerin aus unserem benachbarten sächsischen Verband, sowie 2 Sportlerinnen, die den 1. Kup ablegen wollten. Das Prüfergremium bestand aus René Richter (Vorsitz), Mirko Hartmann sowie Sebastian Winter.

Nachdem alle Sportler/innen registriert, die Prüfungspaarungen bekanntgeben und alle anderen Formalitäten erledigt waren, konnte es losgehen. Wie immer wurde mit der Überprüfung, den 10 Grundschulkombinationen begonnen. Zunächst war die Gruppe der Anwärter bis zum 1.Dan an der Reihe, danach folgten die Anwärter bis zum 3.Dan. Bereits hier war zu sehen, wer in den letzten Wochen intensiv an seinen Techniken und der Ausdauer gearbeitet hat. Danach folgte die Präsentation der Prüfungsform. Da sich die Sportler nur auf diese Form konzentrieren mussten, sollte man der Meinung sein, dass diese dann auch entsprechend gut gelaufen wurden. Leider war dies nicht immer der Fall, denn nicht alle Teilnehmer konnten hier ihr volles Potential ausschöpfen.

Es folgte mit dem Hanbon Kyorugi die nächste „technik-lastige“ Disziplin. Hier kam es natürlich neben den korrekten Techniken auch auf den Abstand und die Kreativität bei der Auswahl der Kombinationen an. Letztere kam leider viel zu kurz. Es wurden mehr oder weniger die Standard-Techniken gezeigt und dabei mitunter zu viele Fußtechniken verwendet, was dann zu lasten einer sehr guten Bewertung ging. Beim nun folgenden Freikampf/Sparring waren die Prüfer recht gespannt auf die Umsetzung, handelte es sich doch bei den wenigsten Teilnehmern um Wettkämpfer.

Der Prüfungsreferent und Kampfrichter Frank Huss, stand hier als kompetender Kampfleiter zur Verfügung. Zunächst durften die Sportler/innen im freien Sparring zeigen, wozu sie in der Lage waren und warum sie in eine Schutzausrüstung gehüllt waren. Dass man hier nur von den aktiven Wettkämpfern, wie zum Beispiel Franka Trampel und Sandra Sattler einen tatsächlichen „Auszug“ aus einem Kampf zu sehen bekam, war durchaus zu erwarten. Bei den danach folgenden taktische Anweisungen durch einen der Prüfer, sollte man auch von einem Breitensportler eine, zumindest ansatzweise Umsetzung erwarten können. Die Besonderheit lag hierbei noch darin, dass sowohl der „Gegner“ als auch die anderen Prüfer anhand des dann folgenden Kampfverhaltens erkennen mussten, welche Anweisung gegeben wurde. Nicht immer gelang dies, da es an der Umsetzung haperte.

Nach einer kurzen Pause, die Wärme und die eben verwendete Schutzausrüstung machten diese notwendig, ging es mit der Selbstverteidigung weiter. Da diese gewohnheitsgemäß zu den eher nicht so guten Prüfungsdisziplinen gehört, waren die Prüfer gespannt auf das, was sie nun zu sehen bekamen. Und wieder war das ganze Spektrum vertreten, von Techniken, die nicht sicher funktionierten, über zu zaghaft ausgeführte Angriffe, bis zu einer energischen, beinahe realistisch anmutenden Verteidigung. Letzteres konnte wieder einmal Kevin Drunsel mit seinem Prüfungspartner Alexander Karnstädt unter Beweis stellen. Anzumerken ist noch, dass die Wiedereinführung der Angriffe aus der Reihe (zum 2.Dan), welche durch unseren Verband bei der DTU beantragt wurde, zu einer realistischeren Anwendung der Verteidigungstechniken beiträgt. Im übrigen sollte dies bzw. die gute Umsetzung dessen, einem Sportler sozusagen die Prüfung retten.

Es folgte zum Abschluss die „Angst-Disziplin“ der meisten Prüflinge, der Bruchtest. Denn auch dieser kann noch das Gesamtergebnis erheblich beeinflussen, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Da der Prüfungsreferent die jeweiligen Bretter bereits vor dem Einlaufen zum Bruchtest prüfte, konnten die Prüflinge immer gleich zügig mit dem Aufstellen ihrer Bretthalter beginnen. Nahezu alle Sportler/innen schafften es, ihre „Helfer“ so zu platzieren, dass jeder Prüfer ohne aufzustehen, gute Sicht auf die Bretter und die dann folgenden Techniken hatte. Ebenfalls sehr positiv, keiner der Prüflinge testete nach dem Einrichten das Brett / die Bretter an. Leider gingen nicht bei Jedem alle Bretter entzwei, was sich jedoch nicht so dramatisch auf die Note niederschlug, da aus mehreren Bruchtests eine Gesamtnote zu bilden ist und meist lediglich ein Brett nicht brach.

Es folgte nun die Auswertung und doch recht intensive Beratung des Prüfungsgremiums unter dem Beisein des Prüfungsreferenten. Für die Anwärter muss es noch einmal eine unerträgliche Zeit des Wartens gewesen sein. Doch dann bat man zur Aufstellung. Nachdem die Prüfer noch ein generelles Feedback zur Prüfung gaben, hatte der Prüfungsreferent die Aufgabe, die Ergebnisse zu verkünden und die Urkunden zu überreichen. Leider hatte eine Sportlerin ihr Ziel, den 1. Dan denkbar knapp verfehlt (1 Prüfer ja, 2 Prüfer nein). Hier heißt es nun, den Kopf nicht hängen lassen, fleißig weitertrainieren, um dann beim nächsten Anlauf alles klar zu machen.

Die beste Prüfungsleistung an diesem Tag wurde durch Sandra Sattler erzielt.

Wir gratulieren zur neuen Graduierung:

1.Kup – Franka Trampel, Cora Sue Hüttner (beide Weida)

1.Dan – Melanie Becker (Sachsen), Holger Lindam (ZfK Gera/Abt. Naumburg)

2.Dan – Kevin Drunsel (Sonneberg), Alexander Karnstädt (Jena)

3.Dan – Sandra Sattler, Christoph Hoffmann (beide Jena)