Kampfrichterlehrgang – Vollkontakt

Gemeinsame Kampfrichter-Ausbildung 2019 in Berlin

Von der Idee zum gemeinsamen Projekt:
Die Idee einer kombinierten Kampfrichter-Ausbildung der Bundesländer ist vor rund 5 Jahren entstanden. Denn alle hatten genau dasselbe Problem – kurz gefasst von allem zu wenig: zu wenig Kampfrichter und zu wenig die es künftig werden wollten… Man arbeitete daher bereits im Tunrierbetrieb eng zusammen, nur so ließen sich größere Turniere überhaupt qualifiziert besetzten. Also warum nicht auch in der Aus-und Weiterbildung? Gesagt getan: 2015 fand die erste 3tägige gemeinsame Ausbildung von 4 Bundesländern statt. Hierzu war ein ganzes Landhotel gemietet, es wurde selbst gekocht – ein fantastisches Miteinander (wenn auch für die Organisatoren sehr stressig). Mit Berlin ist 2019 ein weiteres Bundesland hinzugekommen, welches mit einer hervorragenden Ausrichtung und Orga vor Ort seinen Einstand gegeben hat – den Berlinern herzlichen Dank dafür.

Mehr Praxis, weniger Theorie: Die Ausbildung war in diesem Jahr mehr als zuvor praktisch ausgelegt und so fand alles auch gleich unmittelbar auf der Wettkampfmatte statt. Aufgrund der fast 40 gemeldeten Teilnehmer war der ursprünglich für 2019 erstmals angedachte „Workshop“-Charakter so nicht ganz umsetzbar, in der Praxisunterweisung wurde dennoch in Gruppen (Ausbildung / Weiterbildung) geübt. Nach den Handsignals ging es dann doch in Kleingruppen zum praktischen Einsatz als KR/PR sowie an die VideoReplay- und Scoring-Technik „hinter der Fläche“. Hierfür standen zwei vollständig mit der aktuellen Turniertechnik ausgerüsteten Wettkampflächen samt Wettkämpfer-Teams (und einsatzfreudigenCoachs) bereit. Fazit und Perspektive: Es war wie in jedem Jahr ein tolles Erlebnis – die Vorbereitungsphase wie immer von wenig Schlaf gekennzeichnet, aber es hat sich absolut gelohnt. Es ist vor allem das Miteinander, welches weit über den Lehrgang hinaus geht. Es geht um den Sport, um das Tun auf, an und hinter der Fläche. So soll es weitergehen – dafür lohnt sich der enorme zeitliche, materielle und nicht zu letzt auch finanzielle Aufwand.

S. Brauner

Noch ein Fazit aus Thüringer Sicht:

„Es war seit Jahren die mit Abstand höchste thüringer Beteiligung – sowohl bei den neu auszubildenden, wie auch den fortzubildenden Kampfrichtern. Vereine wie Hildburghausen, Meiningen, Weida (und Apolda) schickten zum Teil gleich mehrere Nachwuchskampfrichter – fantastisch. Wir möchten uns bei den thüringer Vereinen bedanken – diese Aufstockung unserer Kampfrichterresserven war dringend notwendig und lässt nun doch recht zuversichtlich in die Zukunft blicken. Großer Dank geht dabei auch an unser Thüringer Referenten- und Technikteam – vor allem unsere Programmierer Paul Müller und Christopher Kiel , die mit viel technischer Innovation einen entscheidenden Beitrag leisten . Wir hoffen, es hat allen thüringer Teilnehmern gut gefallen und sie haben zu Hause in ihren Vereinen berichtet – wir haben uns jedenfalls alle Mühe gegeben den bestmöglichsten Lehrgang zu gestalten.“

 

Hier noch ein kurzes Video vom Lehrgang:

Kampfrichter-Ausbildung Berlin 2019