Internationale Jugendbegegnung Deutschland-Portugal 2014

Nach der „Pause“ im letzten Jahr, fand 2014 die nunmehr bereits 9. Internationale Jugendbegegnung zwischen der Thüringer Taekwondo-Jugend und Portugal statt. Vom 16.04. – 22.04. sollte uns Deutsche ein bunt gemischtes Programm im warmen sonnigen Portugal erwarten. So trafen sich alle 20 Teilnehmer aus Jena, Weida, Gera und Ronneburg am Mittwoch, dem 16.04., in Gera, um gemeinsam zum Flughafen nach Frankfurt zu fahren. Gegen Mittag startete unser Flieger nach Portugal. Alle waren schon ganz aufgeregt auf das, was uns die kommenden Tage erwarten wird. Abgeholt wurden wir am Flughafen von Carlos und drei kleinen Mädchen (Sophia, Leonora, Maria Ines). Nachdem wir den Flughafen verlassen hatten schlug uns die portugiesische Wärme sofort ins Gesicht und das war ein deutlicher Unterschied zu dem 4°C kalten Deutschland. Nach kurzer Busfahrt kamen wir in Santa Cruz an und die Unterkunft, eine noch nicht einmal 1 Jahr alte Jugendherberge, überraschte uns sehr positiv. Als die Taschen ausgepackt waren,  ging es gleich zum Pool. Nach dem sehr leckeren Abendessen fanden wir uns alle zusammen und erhielten das von unseren portugiesischen Freunden ausgearbeitete Programmheft.

Anschließend bekamen wir durch Carlos eine theoretische Unterweisung zum Surfen, denn in den folgenden Tagen stand ein Surfkurs an.

Am Donnerstag, dem 17.04., besuchten wir zuerst die Wassermühle in Santa Cruz, welche noch so traditionell arbeitet wie vor hundert Jahren. Anschließend folgten der „Rundgang der Dichter“, wo drei berühmte Dichter Denkmäler haben, und die Besichtigung der Kapelle St. Helena. Anschließend bewegten wir uns auf dem Parkplatz der Jugendherberge, indem wir Zumba tanzten. Das Mittagessen war wieder einmal sehr lecker. Dabei ist zu erwähnen, dass das gesamte Essen von Tania persönlich zubereitet wurde und sie deshalb oft bis spät abends in der Küche stand.

Nach dem Mittag fand am Strand und im Atlantik die erste Surf- und Bodyboard-Lektion statt. Dabei lernten wir zuerst die grundlegenden Sachen.  Nach dem Abendessen machten wir noch eine schöne Nachtwanderung am Strand.

Der kommende Tag sollte sehr anstrengend werden. Nach einem stärkenden Frühstück fuhren wir zum Strand, doch nicht etwa um uns auszuruhen, sondern für eine weitere Surf- und Bodyboard-Lektion. Diese sollte jedoch den ganzen Tag gehen. Also hieß es rein in den Neoprenanzug und ab in die Wellen. Diese waren heute schon sehr hoch und gewaltig, sodass es sehr anstrengend wurde. Mittagessen gab es heute mal am Strand, wo das Ganze noch sehr viel besser schmeckte. Anschließend ging es nochmal ins Wasser. Zum Abendessen waren wir dann wieder in der Unterkunft. Doch zuvor gab es für jeden 15 Minuten professionelle Massage zur Entspannung. Vor dem Abendessen wurde erst einmal ein wenig gefeiert, denn Finn wurde zwei Jahre alt. Nach dem Essen saßen alle beisammen und ließen den Abend kurzweilig ausklingen.

Am Samstag, dem 19.04. stand ein vollgepackter „Taekwondo-Tag“ auf dem Plan. Zuerst wurde es am Vormittag theoretisch. Ein Seminar, welches überregional ausgeschrieben war, wurde in der Jugendherberge abgehalten. Als Referenten traten Carlos, Mirko und Stev in Erscheinung. Die Themen waren Trainingsanalyse, Kinderprogramm in Deutschland und Portugal, Verletzungen in Taekwondo, Reisebericht Korea und Trainingsplanung. Nach dem Mittagessen ging es an den Strand zum gemeinsamen Training. Danach wurde die Zeit noch genutzt, um Bilder am Strand zu machen.

Nach dem Abendessen schauten wir in die Sterne. Nuno hatte sein Teleskop aufgebaut und so sahen wir wie ein Astrologe in den Himmel.

Am Sonntag, machten wir nach einem guten Frühstück eine Fotoralley. Dabei bekam jeder eine Karte, auf der verschiedene Punkte markiert wurden. Diese mussten abgelaufen und an jeder Station ein Foto gemacht werden. Dabei kam es jedoch nicht darauf an, wer die beste Kamera, sondern wer die besten Ideen hatte. Die letzte Station befand sich am Parkplatz. Von da aus liefen wir zum Strand und jede Gruppe hatte die Aufgabe, eine Sandburg zu bauen. Dabei kamen die lustigsten Gebilde raus: ein großer Krebs, eine Kathedrale, eine ägyptische Wüstenstadt, ein Schneemann im Sommer und eine Hummer-Burg.

Nach dem kreativen Teil ging es wieder zurück in die Unterkunft, wo es Mittagessen gab. Anschließend hatte jede Gruppe die Aufgabe ihre besten Bilder jeder Station auszuwählen und abzugeben. Danach war bis zum Abendessen Freizeit. Viele nutzten die Gelegenheit, nochmal in die Stadt Santa Cruz zu gehen um ein paar Souvenirs zu kaufen oder ein Eis zu schlecken. Zum Abendessen erwartete uns diesmal etwas ganz besonderes. Auch in Portugal gibt es das Osterfest, sodass Tania und die anderen Portugiesen ein sehr leckeres Osteressen zubereiteten. Danach wurden die Bilder und Sandburgen ausgewertet. Alle Bilder wurden zunächst angeschaut und danach von jeder Gruppe bewertet. Mit den Sandburgen wurde genauso verfahren. Am Ende haben die beiden Siegergruppen einen kleinen Preis erhalten. Auch diesen Abend ließen wir gemütlich ausklingen.

Am nächsten Tag stand wieder ein kompletter Surftag auf dem Programm. Also verbrachten wir erneut den gesamten Tag am Strand. Auch heute waren die Wellen wieder sehr hoch und stark, wodurch das Surfen und Bodyboarden sehr erschwert wurde. An baden gehen war erst gar nicht zu denken. Doch durch die Flut in der Nacht war im hinteren Teil des Strandes ein kleiner See entstanden, was uns die Gelegenheit zum Baden gab. Der Tag endete wieder mit dem sehr leckeren Abendessen und Beisammensitzen.

Am Dienstag, dem 22.04. und letzten Tag, besuchten wir vormittags die Burg in  Torres Vedras. Dort machten wir eine Führung mit, in der uns vor allem die Entstehungsgeschichte näher gebracht wurde. Anschließend machten wir eine Fahrradrundfahrt durch die Stadt mit den Agostinhas (Fahrräder, die nach dem besten portugiesischen Radfahrer Agostinho benannt sind).

Danach setzten wir uns in den Stadtpark und genossen in aller Ruhe unser Mittagessen. Nun stand noch ein Besuch einer Fabrik an. Diese stellte ein typisch portugiesisches Gebäck her, welches hauptsächlich aus Mandeln, weißen Bohnen und Zucker besteht. In der Touristeninformation hatten wir nun die Gelegenheit ein Souvenir oder ein Postkarte zu kaufen.

Nun hieß es zurück zum Bus und auf nach Lissabon zum Flughafen. Auf der Fahrt wurden noch schnell die letzten E-Mail-Adressen ausgetauscht, um in Kontakt zu bleiben.

Am Flughafen angekommen, mussten wir leider Abschied voneinander nehmen. Es war eine sehr, sehr schöne Woche und dementsprechend fiel es uns sehr schwer wieder nach Deutschland zu fliegen. Doch nächstes Jahr kommen die Portugiesen wieder zu uns und wir sehen (hoffentlich) alle wieder.

                        J. Richter