Gürtelprüfung am 01.März 2014

Die erste „Farb-Gurt“ Prüfung unserer Abteilung im Jahr 2014 sollte mal wieder etwas besonderes werden. Die Prüfung war bereits im Vorfeld als vereinsübergreifende Veranstaltung geplant, an der die Taekwondoka der Vereine Weida, Gera-Zwötzen und Ronneburg beteiligt sein sollten. Leider mussten die Ronneburger Sportfreunde kurzfristig absagen. Dennoch  stellten sich 17 Prüflinge (13 aus Weida und 4 aus Gera) der Herausforderung einer Gürtelprüfung und den aufmerksamen Augen der Prüfer. Ja genau …. der Prüfer, denn das war die Besonderheit Nummer 2. Man konnte meinen, dass es sich um eine Danprüfung handeln würde, denn die Anwärter sahen sich mit Sebastian Winter, Stev Brauner und René Richter gleich 3 Prüfern gegenüber. Selbst der Landesprüfungsreferent Mirko Hartmann war anwesend, wenn auch nur als Trainer der Geraer Sportler.

Doch René Richter nahm den Prüflingen bei der Eröffnung der Prüfung ein wenig die Angst, da er erläuterte, dass nur die Bewertung von Sebastian entscheidend sein würde und die Prüfer diese Prüfung nutzen, um sich in ihren Bewertungen abzustimmen.

Fast pünktlich ging es dann kurz nach 9:15 Uhr in der Halle der Comenius-Schule los. Wie üblich mussten die Weiß- und Weiß-Gelb-Gurte mit der Grundschule beginnen. Danach waren die höheren Gurte an der Reihe. Es mussten Techniken auf den angestrebten Kup-Grad einzeln oder in Kombination gezeigt werden. Jeder strengte sich an und es sah insgesamt sehr gut aus, was natürlich nicht heißt, dass der Ein oder Andere keinen Nachbesserungsbedarf mehr hätte.

Es folgte dann die Überprüfung der „Step-Schule“ für die unteren Graduierungen. Währenddessen konnten sich die anderen Prüflinge auf ihren Formenvortrag vorbereiten. Beide Bereiche wurden gut gemeistert. Selbst die Taekwondoka, welche sonst eher im Vollkontakt-Wettkampf unterwegs sind, lieferten eine sehr ordentliche Form ab. Eine besondere Leistung bei der Präsentaton der Poomsae zeigte die Geraer Sportlerin Paula Kanis. Da konnte sich der Ein oder Andere „ein Auge“ holen.

Danach durften sich wieder alle bewegen, da nun die Pratzenübungen an der Reihe waren. Hier mussten die angesagten und vorher von Rico gezeigten Techniken gezielt auf die Pratze gekickt werden, natürlich mit einem die Halle erschütternden Kampfschrei. Dieser Bereich wurde von allen am besten absolviert

Nun folgte der Einschrittkampf. Bei den Prüfungsneulingen sah dieser zum Teil etwas abgehackt aus, erfüllte aber dennoch die Anforderungen, die in diesem Kup-Bereich gestellt werden. Das Abstandsgefühl wurde dann analog zur steigenden Graduierung besser. Auch die gezeigten Techniken entsprachen den Prüfungs-anforderungen. Wie im Training immer wieder geübt, wurde auch auf das ausgewogene Verhältnis zwischen Hand und Fußtechniken geachtet.

Anschließend konnten alle ihr Können im Freikampf/Vollkontaktwettkampf unter Beweis stellen. Für die unteren Graduierungen beschränkte sich die Aufgabenstellung noch auf ein einfaches Kicken mit Konter, das sogenannte 1:1 Sparring. Die Fortgeschrittenen durften dagegen mit kompletter Schutzausrüstung an anspruchsvolleren Aufgaben arbeiten. Den Abschluss bildete dann das Sparring mit Aufgabenstellung.

Nach dem Ablegen der Schutzausrüstung begaben sich alle in Richtung Matten. Was nun folgte war völlig klar, die Fallschule wurde „abgefragt“. Es sollten die Vorwärts- und Rückwärtsrolle, sowie die Seitwärts- und Vorwärtsfallschule gekonnt werden. Das alle verletzungsfrei blieben deutete darauf hin, dass die Bewegungsabfolge gestimmt haben muss. Bei Manchem gab es noch Reserven, was aber bestimmt in den nächsten Trainings verbessert werden wird. Natürlich musste im Bereich der Selbstverteidigung (Hosinsul) noch mehr gezeigt werden. Es galt auch hier das Prinzip, je höher der Gurtgrad, umso mehr Techniken waren zu zeigen. Vom Handgelenk fassen, über Klammern bis hin zur Verteidigung in Bodenlage war alles dabei.

Während sich Paula auf ihre Bruchtests vorbereitete, durften die Weiß- und Weiß-Gelb-Gurte die Fragen der Prüfer zur Taekwondo-Theorie beantworten. Zwar musste die ein oder andere Frage etwas umschrieben werden, dafür kam dann auch immer eine Antwort. Es war fast immer die Richtige.

Als die Prüfer genug gefragt hatten, durfte Paula ihre Bruchtests präsentieren. Der Erste, ein gesprungener Ap-chagi klappte zwar erst beim zweiten Versuch, dafür war der zweite, ein Handkantenschlag, umso besser.  Sie zerschlug mit einem Schlag das Brett sogar in drei Teile.

Nun mussten die „restlichen“ Sportler noch zur Theorie antreten. Es wurde nach grundlegenden Techniken und Wissen um das Taekwondo, dem Notwehrrecht sowie den Wettkampfregeln gefragt. Die passende Antwort lies meist nicht lange auf sich warten.

Nun hieß es noch ein bisschen warten und gespannt sein auf das Ergebnis, denn die Prüfer besprachen sich noch einmal kurz. Dann stellten sich alle Prüflinge erneut auf, in der Hoffnung, möglichst eine Urkunde und einen neuen Gürtel/Streifen zu erhalten. Nach einem kurzen Feedback durch die Prüfer, konnten alle Teilnehmer ihre Urkunde in Empfang nehmen.

Wir gratulieren zum:
9.Kup – Elsa Schäfer, Tom Hüfner, Yannick Noack, Ruslan Kadyrov sowie den 3 Geraer Sportlern Cynthia Plath, Tim Gerber und Hauke Grüßner;
8. Kup – Jenny Skanda und Yanneck Brunow;
7.Kup – Amy Schleicher und Maurice Eyring;
6.Kup – Emily Buchholz, Tessa Eisel und Franka Trampel
5. Kup – Nora Thom und Sebastian Schuster;
2. Kup – Paula Kanis aus Gera

Text und Bild: Jasmin Richter