German Open 2014 – WTF G1 Turnier

Dass sie die derzeit erfolgreichste Thüringer Vollkontakt-Sportlerin ist, wollte Jasmin Richter auch in Hamburg unter Beweis stellen.

In der Hansestadt fand in der Zeit vom 11. Bis zum 13. April die German Open, das deutsche Grand Prix Turnier mit WTF-G1 Status statt. Im Unterschied zu den anderen G-Turnieren, starten hier nur die Jugend- und Seniorenklassen. Das wirkt sich natürlich auf die Teilnehmerzahlen aus, wenngleich sie in diesem Jahr besonders „gering“ ausfielen. Etwa 820 Meldungen waren eingegangen. Vielleicht war die Senioren-Euro Anfang Mai auch ein Grund dafür.

Dennoch war die Zahl der teilnehmenden Nationen wieder sehr vielfältig. In Jasmins Gewichtsklasse -49kg, welche am Sonnabend ausgekämpft wurde, waren unter anderen Sportlerinnen aus USA, Mexico, Canada und Spanien am Start, um nur einige zu nennen.

Durch den Erfolg zur Dutch Open, ging Jasmin zuversichtlich und mit gutem Selbstvertrauen in daSiegere.s Turnier. Mit Kampfnummer 306 war die erste Begegnung relativ zeitig. Die Gegnerin hieß Mathilde Prins, welche sie zuletzt bei der Dutch Open besiegt hatte. Die Niederländerin wollte es diesmal besser machen und startete recht offensiv. Jasmin geriet zunächst mit 1:3 Punkten in Rückstand. Doch das brachte sie nicht aus der Ruhe. Mit einem sehenswerten Kopftreffer ging sie sie mit einer 4:3 Führung in die Pause. In Runde 2 übernahm Jasmin die Offensive und brachte die Gegnerin immer wieder in Bedrängnis. Beim Stand von 15:8 warf der gegnerische Coach dann das Handtuch.

Im Viertelfinale traf sie nun auf die Norwegerin Eline Ersoybakk. Nach ausgeglichenem Beginn konnte Jasmin den Kampf immer mehr dominieren. Während sie Treffer um Treffer erzielen konnte, blieb die Norwegerin erfolglos. Noch vor Ende der Runde 3 konnte Jasmin den entscheidenden Punkt zum 12:0 erzielen und der Kampf wurde wegen Überlegenheit abgebrochen. Damit war klar, auch in Hamburg war ein Platzierung sicher.

Im Halbfinale stand ihr nun Isabel Beckstein gegenüber. Anders als zur Deutschen Meisterschaft in Gummersbach konnte Jasmin den Kampf zunächst bestimmen. Nach anfänglichem Rückstand ging Jasmin dank tollem Kopftreffer in Führung. Immer wieder konnte sie auch schöne Westentreffer erzielen. In Runde 3 führte sie mit 9:6 Punkten und nahm ein wenig das Tempo aus der Begegnung. Das brachte die bayrische Kämpferin wieder ins Spiel. Am Ende musste sich Jasmin dann leider denkbar knapp mit 9:10 Punkten geschlagen geben.

Trotz der Niederlage gab es keinen Grund zur Traurigkeit, denn im dritten WTF Turnier bereits die 2. Platzierung zu erzielen ist eine tolle Leistung. Mit dem Erfolg rückte Jasmin nun auf den dritten Platz in der Bundesrangliste vor.

Beim nächsten WTF Turnier ist durchaus auch eine noch bessere Platzierung möglich, denn auf diesem Level kann jeder jeden schlagen.

Jasmin

Es waren auch noch zwei weitere Weidaer Sportler in Hamburg auf der Fläche. Allerdings trugen diese keinen Dobok, sondern einen schicken WTF-Referee Anzug. Stev Brauner und Sebastian Winter zählen zu den wenigen deutschen WTF-Referee, die an den Grand Prix Turnieren als Kampfrichter teilnehmen dürfen.

 R. Richter