Die fantastischen Vier

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Weniger ist mehr…

Der Teilnehmerkreis der Trainer-C-Ausbildung war bedauerlicherweise in diesem Jahr ebenso etwas überschaubarer: Vier interessierte Sportler aus den Vereinen Erfurt, Weida und Jena hatten sich nur gefunden. Auch hier stand daher kurzzeitig die Frage des Stattfindens im Raum – dort ließ man sie aber nicht stehen, sondern schickte sie umgehend wieder hinaus, um den so frei gewordenen Platz für Ideen der Durchführung zu nutzen. Das Resultat war ein thematisch eng verknüpftes und im Ergebnis gelungenes gemeinsames Trainer-C- und -B-Wochenende, wie schon berichtet…

Nach diesem Wochenende ging es für die Trainer-C-Teilnehmer noch vier Tage weiter. Nachdem der Grundstein gelegt worden war, konnte unmittelbar mit der Trainingsdidaktik eingestiegen werden, um von dort direkt zur Gestaltung einer Trainingseinheit übergehen zu können. Der Weg dorthin war versehen mit kleinen „Battles“ und kurzen Film-Appetizern… und (kleiner Rekurs auch für die Teilnehmer 2014) der „Spiele-Rap“-Gag hat auch hier wieder funktioniert – und alle: „Lauf- und Fangspiele“, „Rauf- und Kampfspiele“…

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Die nächsten Tage waren sämtlichen wichtigen Trainingsaspekten vorbehalten: funktionelle Dehnung- und Kräftigung in Theorie und Praxis, die weiteren konditionellen Eigenschaften sowie koordinativen Fähigkeiten – alles eingebettet in kleine Unterbrechungen durch kleine Spielchen, kurze Filmchen und bunte Kärtchen. Auf dieser Basis liefen schließlich alle Fäden zusammen, um sich am Ende dem Hauptkern der Traineraufgabe – der Vermittlung von Taekwondo-Techniken – widmen zu können. Mit diesem Grundpaket versorgt können nun die noch folgenden Ausbildungswochenenden 2017 angegangen werden, wo in speziellen Bereichen wie insbesondere Freikampf, Formen und Selbstverteidigung sowie Kinder- und Erwachsenentraining vertiefend weiter gearbeitet werden kann. Das schon erworbene Grundgerüst kann und sollte aber auch gerne bereits im eigenen Heimatverein ausprobiert werden – denn wie Konfuzius schon sagte: „Erzähle mir und ich vergesse… Lass es mich tun und ich verstehe.“

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Das Konzept des Blocklehrgangs hatte sich einmal mehr bewährt: Einerseits in fachlicher Hinsicht, da man „Step by step“ aufbauend die Themen erarbeiten konnte und hierdurch Zusammenhänge auch transparenter machen konnte. Außerdem – schließlich ist Wiederholung die Mutter der Porzellankiste… oder so ähnlich (Insider!) – wurden die Folgetage stets zur Vertiefung der Themen des Vortags genutzt. So konnte sich mancher Teilnehmer die Dinge über Nacht noch einmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen… Andererseits aber auch für das Zusammenwachsen der Gruppe, da eine solche Trainerausbildung ebenso die vielen kleinen Dinge am Rande ausmachen. So entpuppten sich im Laufe der Zeit die besonderen Fähigkeiten jedes einzelnen Teilnehmers – sei es Speed-Abtrocknen nach dem Abendbrot, die Gabe mit jedem Material Tischtennis spielen zu können, Wenden in drei Zügen, eine versteckte kreative Ader usw. Tja – so lautete ja auch eine Botschaft, die den Teilnehmern auf den Weg gegeben wurde: Als Trainer muss man eben man „Allrounder“ sein…

 

Andreas Herzog

(Lehrreferent TUT)