Deutsche Hochschulmeisterschaft

Zur diesjährigen Deutschen Hochschulmeisterschaft hatten wir mit Jasmin Richter zwar nur eine Thüringer Kämpferin am Start, dennoch fuhren wir direkt nach dem Thüringer Löwenpokal mit einem großen Team nach Gelnhausen in Hessen. Dies hatte natürlich seinen Grund, denn unser Landesverband war sowohl für das Turnierequipment, als auch für die Durchführung inklusive der Wettkampfleitung verantwortlich. So bestand die Thüringer „Abordnung“ neben Jasmin noch aus deren Coach René Richter, unseren IR Sebastian Winter und Stev Brauner, der BKR Ellinor Schlesier sowie dem Wettkampf-Supportteam Christopher Kiel und Paul Müller. Trotz der Tatsache, dass wir erst gegen 19.15 Uhr ankamen und die Technik für 2 Flächen sowie für den Livestream aufzubauen hatten, waren wir kurz nach 21.00 Uhr fertig. Das geht natürlich nur, wenn jeder weiß, was er zu tun hat. Den Samstagabend ließen wir dann in gemütlicher Runde ausklingen.

Der Ablauf der Hochschulmeisterschaft war so geplant, wie im letzten Jahr. Während auf einer Fläche die Kämpfe der Kategorie B begannen, waren auf der anderen Fläche die Formenläufer bei der Sache. Die Beteiligung entsprach insgesamt in etwa der von 2018 in Jena. Im Formenlauf, insbesondere beim Freestyle, gab es einige sehr gute Leistungen zu sehen. Leider war die „Beschallungsanlage“ der Halle nicht mehr die Beste, so dass es hin- und wieder zu Problemen beim Abspielen der Musik kam. Die Wertung erfolgte im Technikbereich wieder mit den Flaggen, was einen recht zügigen Ablauf garantierte. Ganz so zügig ging es im Vollkontakt leider nicht, da zum einen anfangs die Software nicht so wollte wie sie sollte und zum anderen sich die Studenten recht viel Zeit ließen, um zum Kampf zu erscheinen.

Jasmin war als Kaderathletin gesetzt und hatte daher ein Freilos. Für sie ging es dann erst nach dem Mittag zur Sache. Gegnerin war die Siegerin aus dem vorherigen Kampf, Carolin Bauer aus Sachsen-Anhalt. Es wurde recht schnell deutlich, wer die Fläche als Siegerin verlassen wird. Mit großem Vorsprung ging es in die erste Rundenpause. Danach blieb Jasmin sozusagen im dauerhaften Vorwärtsgang und beendete den Kampf vorzeitig nach der 2. Runde mit 26:1 Punkten.

Der Finalkampf sollte sehr spannend werden. Kontrahentin war Julia Ronken aus Nordrhein-Westfalen, die ebenfalls Kadersportlerin der DTU ist. Der Kampf begann offen und die ersten Punkte konnte Julia erzielen. Noch vor Ende der 1. Runde gelang Jasmin der Ausgleich zum 2:2. Es war nach wie vor alles möglich, für Beide. Doch dann konnte Jasmin einen Kopftreffer platzieren und ging mit 5:2 in Führung. Bis zur zweiten Rundenpause blieb es bei diesem Stand. Es war klar, dass Julia in der dritten Runde alles geben wird, um den Rückstand aufzuholen. So versuchte sie mehrmals mit einem Dwit-chagi 4 Punkte zu erzielen, was ihr jedoch nicht gelang. Jasmin hingegen sollte aus der sicheren Defensive heraus kontern und so weiter punkten. Da Beide keine Treffer mehr landen konnten, blieb es bei dem Stand von 5:2 für Jasmin. Damit holte sie sich nach 2017 nun zum zweiten Mal den Titel Deutsche Hochschulmeisterin.

Beide Kämpferinnen werden übrigens am 29./30.11. in Dublin für das Deutsche Nationalteam bei der Europameisterschaft in den olympischen Gewichtsklassen an den Start gehen. Dafür viel Erfolg.

Die Thüringer Technik an der Fläche sowie der Livestream haben im Verlauf der Meisterschaft gut funktioniert, dennoch zog sich die Veranstaltung länger als angenommen. So konnten wir uns, trotz des wieder reibungslosen und zügigen Abbaus und dem anschließenden Verstauens im Transporter, erst nach 19.00 Uhr auf den Heimweg machen.

Taekwondo Team Weida