Croatia Open 2014

Da die Croatia Open in diesem Jahr ihr 20jähriges beging, waren wir gespannt aus das, was uns in Zagreb erwarten würde. Zunächst konnten wir auch in diesem Jahr entspannt nach Kroatien reisen, da wir ab Nürnberg Teil der „Besatzung“ eines, von einem bayrischen Verein organisierten Reisebusses sein durften.

Gut in Zagreb angekommen, waren wir erstaunt über den Austragungsort des diesjähren Turniers, der Arena Zagreb. Dazu sollte man wissen, dass diese moderne Halle erst im Jahr 2009, anlässlich der Handball-WM eröffnet wurde und über 15.200  Sitzplätze verfügt. So war trotz der 13 ausgelegten Kampfflächen mehr als reichlich Platz.

Die Entscheidung, das offizielle Hotel als Unterkunft zu wählen, war die Richtige, denn gerade einmal 250 Meter waren es zur Arena.c2

Insgesamt waren zu diesem G1 Turnier 1260 Sportler gemeldet. In Jasmins Klasse, Jugend A bis 52kg, welche am Samstag ausgekämpft wurde, waren immerhin 23 Kämpferinnen am Start.  Unter ihnen Anamarija Runtic und die Europameisterin (Kadetten – 2013) Bruna Vuletic (beide Kroatien).

Den ersten Kampf hatte Jasmin gegen die Norwegerin Eline Eysoebakk zu bestreiten. Zunächst konnte die Norwegerin erfolgreich die Angriffe von Jasmin abwehren. Dies änderte sich aber im Verlauf des Kampfes. Nach schönen Aktionen mit dem entsprechenden Abschluss, erzielte Jasmin Punkt um Punkt und konnte so den Kampf verdient mit 15:6 gewinnen. Das war wie schon in Serbien ein guter Start in das Turnier und der Einzug in das Viertelfinale.

Hier wartete die griechische Kämpferin Maria Arslanogloy. Beide Sportlerinnen lieferten sich einen ausgeglichenen Kampf. Die meisten Kicks landeten in jeweiligen Deckung und so stand es nach 2 Runden 2:2. Die dritte Runde musste die Entscheidung bringen. Jasmin behielt die Nerven und erzielte den wichtigen Westentreffer. Danach verteidigte sie gekonnt ihre Führung. Mit 3:2 Punkten siegte sie und zog somit bereits in das Halbfinale ein. Die Bronzemedaille war also schon sicher.

Dennoch war Jasmin vor ihrem Halbfinale aufgeregt, stand ihr doch die eingangs erwähnte Anamarija Runtic gegenüber.  Trotz dieser Aufregung startete Jasmin gut in die Begegnung. Ihr gelang sogar der erste Kopftreffer zur 3:0 Führung. Doch dies ließ die Kroatin nicht auf sich sitzen und zog ebenfalls mit einem Kopftreffer zum 3:3 nach. Sehr klug verstand sie es, ihren Vorteil der längeren Reichweite einzusetzen. Jasmin kam in Runde 2 und 3 mit ihren Angriffen nicht durch, während Runtic noch einige Treffer erzielen konnte. Letztendlich verlor Jasmin den Kampf um den Einzug in das Finale.

c1Doch es gab keinen Grund zur Traurigkeit, hatte sie doch auch hier in Kroatien wichtige „Credit Points“ gesammelt.

Nach dem Halbfinale wurde eine 2stündige Pause eingelegt. Der Grund dafür war ein entsprechendes Showprogramm anlässlich des Jubiläums. Selbst der WTF Präsident, Dr. Chung-won Choue war bei der Gala zugegen. Dieser zeigte sich im Anschluss sehr „volksnah“ und so erfreute sich unser International Referee Sebastian Winter eines freundschaftlichen Schulterklopfens. Ob sein Jackett je wieder gewaschen wird, man weiß es nicht.

R. Richter