Bundesdanprüfung in Berlin 2014

Man könnte fast meinen, dass die Thüringer Beteiligung an den Bundesdanprüfungen mittlerweile eine gewisse Regelmäßigkeit bekommt.

Zur 1. Prüfung der DTU im Jahr 2014 hatten sich gleich 2 Sportler unserer Abteilung angemeldet. Sebastian Winter und Stev Brauner wollten sich der Prüfung zum 4.Dan stellen.

Um die Prüfung mit der nötigen Ruhe angehen zu können, begaben sich die Beiden mit ihren Prüfungspartnern René Richter (5.Dan), Mirko Hartmann (4.Dan) und Christian Krause (3.Dan) bereits am Freitag in die Bundeshauptstadt Berlin.

Entsprechend ausgeruht aber dennoch ein wenig aufgeregt ging es dann am Sonnabend früh zur Sporthalle. Wir staunten nicht schlecht, als wir ein uns bekanntes Auto mit Bad Segeberger Kennzeichen entdeckten. Der Grund war ganz einfach, Martin Paust gehörte zu den Prüfungsteilnehmern und Mathias Grün war sein Prüfungspartner. Neben den Beiden trafen wir natürlich viele weitere Bekannte und konnten sehr angenehme Gespräche führen.

Da die Liste mit den Prüfungsteilnehmern bereits ausgehängt war, wussten wir nun, dass insgesamt 11 Teilnehmer angemeldet waren. Darunter unter anderem auch Andrea Gruber (Bundeskader Technik) und der ehemalige Bundestrainer Technik Hans Vogel.

Nach kurzem Aufwärmen und nochmaligen Durchgehen des Prüfungsprogramms sollte die Prüfung beginnen. Pünktlich 11.00 Uhr eröffnete der Bundesprüfungsreferent Wilfried Pixner die Prüfung. Er stellte auch das Prüfungsgremium vor. Den Vorsitz hatte kein Geringerer als Heinz Gruber.

Die Prüfung sollte quasi in 2 „Durchgänge“ aufgeteilt werden. In der ersten Gruppe waren die Anwärter auf den 4. und 5.Dan sowie die Sportler zu Überprüfung auf den 2.Dan. In Gruppe 2 die Anwärter auf den 6. und 7.Dan.

Los ging es mit der selbstgewählten Form in dem Fach „Überprüfung“. Gleich als Erster war Sebastian an der Reihe. Trotz der Nervosität brachte er seine Form ganz ordentlich auf die Matte. Ihm folgte dann gleich Stev, der ebenfalls keine Probleme mit dem Formenvortrag hatte. Danach mussten die Prüfungsformen Taebaek und Pyongwon gezeigt werden. Auch diese Formen meisterten unsere Ostthüringer fehlerfrei, wobei Stev hier noch ein wenig ausdrucksstärker zu Werke ging. Nachdem Sebastian und Stev ihre Formenvorträge hinter sich hatten, wurden sie natürlich um einiges ruhiger und sicherer.

Der Schrittkampf (Hanbon-Kyorugi) wurde entsprechend gut und überzeugend vorgetragen. Nachdem dieser Bereich von allen gezeigt wurde, durften endlich die mitgereisten Prüfungspartner in Aktion treten. Wochenlang hatte man immer und immer wieder trainiert, um das Bestmögliche präsentieren zu können. Entsprechend überzeugend war dann auch die Darbietung, wobei hier Sebastian noch ein wenig forscher zu Werke ging. Belohnt wurde dies mit einer Bewertung von 4,7 Punkten, was recht hoch ist für eine Bundesdanprüfung.

Jetzt musste nur noch der Bruchtest absolviert werden. Es wurde ein Innenhandkantenschlag mit verbundenen Augen auf ein frei gehaltenes Brett gezeigt. Doch hier zeigten Beide Nerven, denn der Schlag konnte das Brett leider nicht zerteilen.

Es folgte eine Pause, nach der dann die 2. Gruppe an der Reihe war. Wie erwartet gab es hier sehr schöne und vor allem auch kreative Vorträge zu sehen. Mirko wurde die Ehre zuteil, am Bruchtest von Hans Vogel mitwirken zu dürfen. Vielleicht auch ein Grund, dass der Bruchtest gelang.

Gegen 13.30 Uhr war auch die Gruppe 2 mit ihrer Prüfung fertig und die Prüfungskommission zog sich zur Beratung zurück, um dann nach ca. 15 Minuten die Prüfungsergebnisse zu verkünden. Bis auf die 2 „Überprüflinge“ hatten alle ihr Ziel erreicht und konnten den neuen Dan-Grad in Empfang nehmen, sehr zur Freude von Stev und Sebastian (und natürlich auch ihrer Prüfungspartner).

Somit ist Ostthüringen um zwei Träger des 4.Dan reicher, was sich sicher sehr positiv auf die Entwicklung dieser „Taekwondo-Region“ auswirken wird.

                        R.Richter