Berlin Open 2014

Berlin 1

Nur zwei Wochen nach der Bundesdanprüfung startteten Sportler unserer Abteilung der Hauptstadt Berlin einen weiteren Besuch ab. Der Grund dafür war die Berlin Open, ein Bundesranglistenturnier der DTU, welches in der Erika-Hess Eissporthalle stattfinden sollte.

Für Jasmin Richter war es die Vorbereitung auf die Austrian Open und für Rico Richter war es eine weitere Bewährungsprobe in der neuen Altersklasse (Kadetten). Ebenfalls dabei, unsere beiden International Referee Stev Brauner und Sebastian Winter, welche auf Einladung des Berliner KR-Referenten Selahattin Sert zum Turnier reisten.

Da die Waage ausschließlich am Freitag vorgesehen war, mussten wir trotz der relativ „kurzen“ Anfahrt (ca. 2,5h) an eben diesem Tag anreisen. Nachdem wir die Registration und die Waage erledigt hatten, machten wir uns noch mit den Gegebenheiten der Halle vertraut, um dann anschließend noch orientalisch (indisch) zu speisen.

Ausgeruht und rechtzeitig begaben wir uns Samstag früh zur Halle. Diese war schon recht gut gefüllt, hatten sich doch über 700 Sportler aus 7 Nationen angemeldet. Die Turnierleitung hatte die Bundeskampfrichterreferentin Thekla Oetjens-Breitenfeld inne, für die Betreuung des Daedo-Systems zeichnete Abdullah Ünlübay verantwortlich. Bevor es losgehen sollte, wies die BK-Referentin in der Coach-Besprechung auf die neuste Auslegung der WK-Regeln hin, da diese auf dem Turnier 1:1 umgesetzt werden sollten. Die Vorrundenkämpfe gingen über 2, die Finals über 3 Runden.

Mit ein wenig Verzögerung begann dann die Veranstaltung auf insgesamt 9 Kampfflächen. Zuerst war Rico an der Reihe. Er traf auf einen Kämpfer aus Polen. Nach der ersten Runde lag er schon mit 0:5 Punkten im Rückstand. Doch er gab nicht auf und erzielte schöne Treffer, was kurz vor Ende des Kampfes noch damit „belohnt“ wurde, dass der Gegner eine weitere Verwarnung und somit einen Strafpunkt erhielt. Rico ging also mit 6:5 Punkten von der Matte.

Kurz darauf, mit Kampf Nummer 408 ging Jasmin gegen eine Sportlerin aus Dachau auf die Matte. Sie dominierte den Kampf jederzeit und siegte folgerichtig vorzeitig mit 15:0 Punkten.

Berlin 3Nun musste Rico im Viertelfinale gegen einen Sportler aus Berlin antreten. Trotz tollem Einsatz musste er sich dem späteren Sieger dieser Klasse geschlagen geben.

Jasmin traf im Halbfinale ebenfalls auf eine Sportlerin aus Berlin. Auch diesen Kampf dominierte sie eindeutig und beendete ihn vorzeitig mit 21:3 Punkten.

Im Finale wartete eine Kämpferin von der TG Allgäu, gegen die sie schon mehrmals gekämpft hatte. In Runde 1 war der Kampf noch einigermaßen ausgeglichen, aber nach der Pause zog Jasmin das Tempo an. Es wurde letztendlich wieder eine klare Angelegenheit, sie gewann vorzeitig mit 19:3 Punkten. Diese Leistungen lassen für die Austrian Open in Innsbruck hoffen.

Die Kampfrichterleistungen waren zumindest aus unserer Sicht in Ordnung, einziges Manko war das fehlende Video-Replay, welches wir diesmal aber auch nicht gebraucht hätten. Der Berliner Verband sollte darüber nachdenken, entweder das Turnier mit dieser Größe über 2 Tage gehen zu lassen oder die C- und D- Jugend herauszunehmen.

R. Richter