Austrian Open 2017

Obwohl die Austrian Open in diesem Jahr auf das Pfingstwochenende fiel, war die Teilnehmerzahl mit knapp über 1000 Sportlern immer noch recht beachtlich. Ausgetragen wurde dieses G1-Turnier wieder in der Innsbrucker Olympiahalle und mit dem Daedo-Gen2-System. Gekämpft wurde auf 10 Flächen, mit dabei natürlich unsere Kaderathletin Jasmin Richter.

Zwar wurden die Seniorenklassen erst am Sonntag ausgetragen, da jedoch die Waage am Samstag nur in der Zeit von 11.00 – 12.00 Uhr möglich war, reisten wir bereits am Freitagabend nach Österreich. Am nächsten Tag sahen wir uns einige Kämpfe der Kadetten & Jugend an, nutzen aber auch das Super-Wetter, um uns noch ein wenig in Innsbruck umzuschauen.

Pünktlich 9.00 Uhr begannen am Sonntag die Kämpfe. In Klasse von Jasmin, Damen -57kg gingen 19 Sportlerinnen aus 13 Nationen an den Start. Eine Platzierung und damit einige Weltranglistenpunkte zu erzielen, war das erklärte Ziel unserer Kämpferin. Bei Kampfnummer 710 ging es dann auf die Fläche. Gegnerin dieses Vorkampfes war Bianca Biricz aus Österreich. Jasmin war super motiviert und fand auch gleich gut in den Kampf. Mit schönen Aktionen und Kopftreffern ging sie klar in Führung. Mitte der 2. Runde passierte es, nach einem Kick knickte sie beim Absetzen mit dem Fuß um. Scheinbar sorgte eine gehörige Portion Adrenalin dafür, dass Jasmin den Kampf unbeeindruckt und sicher zu Ende führen konnte. Sie siegte mit 18:5 Punkten.

Als dann die Spannung nachließ kam der Schmerz und es waren nur 7 Kämpfe Zeit bis zum Viertelfinale. Zum Glück konnte Jasmin die Hilfe eines befreundeten Physiotherapeuten in Anspruch nehmen. Dieser erkannte eine Bänderdehnung und versorgte bzw. stabilisierte den Fuß so, dass die Möglichkeit zum Weiterkämpfen gegeben war.

Im Viertelfinale stand ihr nun die Schweizerin Dshamilja Zeneli gegenüber. Zwar musste Jasmin den Kampf aufgrund der Fußverletzung taktisch anders angehen, hatte dennoch einen mentalen Vorteil, da sie bisher gegen Zeneli immer gewann. Es zeigte sich im Kampfverlauf, dass die taktische Umstellung kein Problem darstellte, hatten wir doch gerade die Variabilität immer wieder trainiert. Mit guten Aktionen und klaren Kopftreffern konnte Jasmin sicher in Führung gehen. Die Schweizerin musste nun nach vorn gehen und fing sich ein um das andere Mal einen Konter ein. Trotz des Handicaps siegte Jasmin nach drei Runden verdient mit 20:4 Punkten.

Da das Minimalziel, eine Platzierung und Ranglistenpunkte erreicht war, trat Jasmin im Halbfinale nicht mehr an, um eine Verschlimmerung der Verletzung zu vermeiden. Auch wenn ohne die Verletzung eventuell mehr möglich gewesen wäre, waren wir mit dem dritten Platz und der ersten Platzierung bei den Damen auf einem Weltranglistenturnier sehr zufrieden. So kann es weitergehen.

 Taekwondo Team Weida