Austrian Open 2014

Wie schon in den letzten 2 Jahren, fuhren wir am 1. Juniwochenende in Richtung Österreich, um an der Austrian Open in Innsbruck teilzunehmen.

Das die WTF Grand Prix Turniere gut besucht sind ist nicht neu, aber das Event in Innsbruck übertraf das bisher dagewesene. Sagenhafte 1700 Meldungen waren eingegangen und wir fragten uns, wie die Sportler, Betreuer, Trainer und Zuschauer alle in die Tiroler Wasserkraft-Arena passen sollen.

Austrian1_14Doch der Reihe nach. Bereits am Freitag reisten wir an, um die Registratur und die Waage hinter uns zu bringen. Beim Blick in die Halle zählten wir insgesamt 15 Kampfflächen, ein wahrlich seltener aber recht beeindruckende Anblick.

Die Klasse unserer Kämpferin Jasmin Richter (Jugend A -49kg) wurde erst am Sonntag ausgekämpft, was uns einen freien Samstag beim schönem Frühsommerwetter bescherte. Doch unsere International Referee Stev Brauner und Sebastian Winter mussten unterdessen hochkonzentriert in der Halle arbeiten. Sie wurden am Abend zuvor beim Referee Meeting noch einmal vom Referee „Chef“ der WTF Chakir Chelbat auf die strikte Einhaltung des neuen Regelwerks eingeschworen.

Es sollte für die Kampfrichter und Kämpfer in der Halle ein langer Tag werden, denn erst gegen 22.30 Uhr waren die Kämpfe beendet. Wir hofften, dass es am folgenden Tag nicht so lange gehen möge. Da die Pool-Listen schon vorab veröffentlicht wurden, wussten wir das Jasmin genug Zeit zur Vorbereitung haben wird, da sie ihren ersten Kampf mit der Nummer 18 auf Fläche 14 bestreiten musste. In ihrer Klasse waren 24 Kämpferinnen aus 13 Nationen gemeldet.

Ihre erste Gegnerin war Petra Ladisic aus Croatien. Die erste Runde war noch ausgeglichen, jedoch agierte Jasmin druckvoller, was dann ab der 2. Runde auch an den Punkten zu sehen war. Mit schnellen Kicks konnte sie mehrere Treffer erzielen, hatte den Kampf jederzeit unter Kontrolle und siegte folgerichtig mit 6:0 Punkten.

Im Viertelfinale stand ihr mit Vanja Stankovic aus Serbien eine bekannte Kämpferin gegenüber. Couragiert begann Jasmin den Kampf, jedoch erzielte die Serbin den ersten Treffer zum 1:0. Jasmin zog nach und glich aus. Das wiederholte sich auch in Runde Zwei. Stankovic ging in Führung und Jasmin glich aus. Es war ein sehr ausgeglichener, sehenswerter Kampf. Auch in der dritten Runde konnte die Serbin mit 3:2 Punkten in Führung gehen. Jasmin gab nicht auf und glich 5 Sekunden vor dem Ende zum 3:3 aus. Es musste nun also der Sudden Death, die 4. Runde entscheiden. Keine der Beiden konnte den entscheidenden Treffer erzielen und so entschied die neueste Regelung der WTF. Sieger ist demnach der- bzw. diejenige, welche in Runde 4 zwar keinen Punkt, aber die meisten Kontakte auf der elektronischen Weste erzielen konnte.

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Dies war leider die Serbin. Es ist zwar bitter, so knapp an der Medaille „vorbeigeschrammt“ zu sein, aber mit der gezeigten Leistung war der Coach dennoch zufrieden, konnte Jasmin doch einmal mehr beweisen, dass sie international vorn dabei ist.

Dank der guten Organisation und der zügigen Arbeitsweise der Referees war das Turnier bereits gegen 16.30 Uhr beendet.

R. Richter