Aus 1 mach‘ 3

Neujahrslehrgang am 17. Januar 2015

– Gleichzeitig Prüfer- und Trainerweiterbildung –

Eins lässt sich mit Sicherheit sagen – der Neujahrslehrgang in Gera kann mittlerweile schon zur Tradition in Thüringen gezählt werden… nur noch knapp hinter Bratwurst, Skat und Clueso. Neu war diesmal die gleichzeitige Kombination als Prüfer- und Trainerweiterbildung. Insgesamt 71 Sportler aus Erfurt, Gera, Jena, Meiningen, Ronneburg, Sonneberg und Weida, darunter alle Thüringer Prüfer sowie 23 lizenzierte Trainer nutzten daher diese gebotene Gelegenheit, um ihre guten Vorsätze für’s neue Jahr in die Tat umzusetzen. Die Hauptthemen waren vormittags „Selbstverteidigung“ und nachmittags der Bereich „Formen“. Als Referenten standen hierfür zum einen Frank Zimmermann (5. Dan Aikido, 1. Klase Arnis Escrima Kali) und Frank Schneider (1. Dan Jiu-Jitsu) sowie zum anderen Mirko Hartmann (4. Dan) und Helena Theis (2. Dan) bereit. Doch zu den Einzelheiten:

 

Neujahrslehrgang - 2Zweifelsohne waren die beiden „taekwondo-fremden“ Referenten für das Gebiet „Hosinsul“ bewusst ausgewählt – ging es hier doch bewusst darum, über den „Tellerrand“ der eigenen Sportart schauen, um dort nach „Rezeptideen“ für das eigene „Selbstverteidigungs-Menu“ zu suchen. Fündig dürfte dabei jeder geworden sein: Frank Zimmermann war wohl nahezu allen Anwesenden aus vorherigen Veranstaltungen bereits bekannt, dass man trotzdem jederzeit wieder dabei sein möchte – dafür sorgt seine sehr kurzweilige und gleichzeitig äußerst fachkompetente Art der Technikvermittlung. Auch Frank Schneider, der quasi als „Überraschungsreferent“ vor Ort war, erweiterte sicher den Selbstverteidigungshorizont der Teilnehmer. Insgesamt hat wohl jeder neue „Zutaten“ für das eigene Konzept erhalten und insbesondere auch Trainer vielfältige Anregungen und Ideen mitnehmen können. In diesem Sinne ein Zweifaches: „Frank sei Dank!“

 

Dreist wäre es zu behaupten, dass demgegenüber nach dem Mittag nichts mehr geboten wurde – im Gegenteil: Zunächst erarbeitete man gemeinsam die Basic’s zu den Formen; dies war zwar im Kern vorwiegend für Anfänger wichtig, aber auch viele Fortgeschrittene merkten, dass der „Teufel“ im Detail steckt, so manche Fußstellung oder Handtechnik stellte sich bei isolierter Betrachtung als komplexer oder schwieriger heraus als bislang angenommen. Danach erfolgte eine Teilung der Gruppen: Helena übernahm die „Rookies“ und bestand ihre „Feuertaufe“ (da es ihre erste Referenten-Tätigkeit war) mit Bravour – naja, Lehrgangsbeste der letzten Trainer-C-Ausbildung; der Verfasser des Berichts hätte Neujahrslehrgang - 3nichts anderes erwartet. Mirko übernahm die „Profis“ und versorgte diese mit noch mehr Details zu den aktuellen Updates im Technikbereich. Fazit: Alles bleibt anders… Gerade auch für Prüfer wichtig, um den neuesten Stand zu erfahren. Um im Tritt und fit zu bleiben, wurde der „Kreis“ geschlossen mit einem „Art of Kicking“ und einem entspannenden „Cool down“ – nicht nur deswegen: eine allseits runde Sache!

 

Text: Andreas Herzog (Lehrreferent TUT)