2 „B“ or not 2 „B“? That is the question…

Zur diesjährigen Trainer-B-Ausbildung hatten sich am Ende leider nur zwei Interessenten gefunden, so dass deren Absage ernsthaft im Raum stand. Durch die geplante Kopplung mit der Trainer-C-Ausbildung wurde aber nach Wegen gesucht, diese dennoch durchführen zu können… und ganz im Sinne der letzten Silbe unseres Sports letztlich auch gefunden.

Und: Das Experiment ist am ersten Lehrgangswochenende geglückt. Dort, wo sich die Themen der Trainer-C- und B-Ausbildung überschneiden, wurden die Einheiten gemeinsam abgehalten – im Übrigen wurde gesondert referiert oder Inhalte eigenständig von den Teilnehmern erarbeitet. Sehr angenehm war auch, dass sich daneben an beiden Tagen noch einige Interessenten eingefunden hatten, welche Teile des Lehrgangs zur Weiterbildung nutzten: Das bereicherte das Geschehen und beflügelte hier und da die thematische Auseinandersetzung.20161016_092752

Der erste Lehrgangstag stand zunächst ganz im Zeichen der Vorstellung der grundlegenden Trainingsprinzipien und der Grundzüge der Trainingsplanung, was anschließend noch mit den Teilnehmern der B-Ausbildung vertieft behandelt wurde, während sich die Gruppe der Trainer-C-Aspiranten zusammen mit Ideen der Trainingsphilosophie und Trainingssoziologie auseinandersetzte – jeweils mit ansprechenden Ergebnissen. Zum Ende des Tages hin wurden die C-Teilnehmer noch mit Haftungsrisiken und den Grundanforderungen der Aufsichtspflicht konfrontiert – hoffentlich aber nicht im Sinne einer Abschreckung, sondern als Gerüst für selbstsicheres Auftreten im Training. Unterdessen erarbeiteten die B-Leute einen Leitfaden für die Turnierorganisation durch Vereine – eine Veröffentlichung hierzu ist beabsichtigt.

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Der folgende Tag wurde für die Trainer-B-Teilnehmer sowie die Interessenten zur Weiterbildung zunächst vom Thema „Konditionelles und koordinatives Anforderungsprofil Taekwondo“ bestimmt. Um nochmals zu vergegenwärtigen, worüber man eigentlich redet, wurden zunächst in einem „Crash-Kurs“ nochmals die Eckpunkte konditioneller Eigenschaften und koordinativer Fähigkeiten durchgegangen, bevor man sich in Diskussionen an die taekwondospezifischen Besonderheiten herantastete und anschließend gemeinsam die erforderliche Trainingsmethodik entwickelte. Während dessen bekamen die Teilnehmer der Trainer-C-Ausbildung die volle Portion „Sportbiologie“ serviert von Heike Zorn – wie gewohnt besonders abwechslungsreich inklusive Anschauungstafeln, Kuscheltierorganen, kleinen Kinder-DVD’s filmchen und dem neuen Knochen-Freund. Als Nachschlag gab es noch für alle Teilnehmer einen kurzen Ausflug durch die Welt der Sportverletzungen. Abgerundet wurde der zweite Lehrgangstag durch eine gemeinsame Einheit zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring“, wo zusammen mit dem Referenten René Richter der steinige Weg zur Darstellung unserer Sportart in den vielfältigen Medien sowie zur finanziellen und immateriellen Förderung erkundet wurde.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an beide Referenten für die Unterstützung – sie haben jeweils ihren Part zum Gelingen des Experiments beigetragen. Dies gilt ebenso auch für die Teilnehmer, denn ein Lehrgang lebt vom Mitmachen und Mitgestalten. Fortsetzung folgt…

 

Andreas Herzog

(Lehrreferent TUT)