17. Vereins-trainingswochenende vom 12.-14.06.2015 in Seelingstädt

Nachdem wir im letzten Jahr ein wenig Pech mit dem Wetter hatten, haben wir unser traditionelles Vereinstrainingswochenende in eine vermeintlich wärme Zeit gelegt. Wie sich herausstellen sollte, war dies eine gute Entscheidung.

Da die Kapazität der Seelingstädter Turnhalle jedoch recht begrenzt ist und auch die Logistik vor Ort entsprechend zu bewältigen ist, musste die Abteilungsleitung die Teilnehmerzahl schon im Vorfeld begrenzen. Aus den ursprünglich vorgesehenen 25 Meldungen wurden dann recht schnell 30, leider konnten dennoch nicht alle Interessenten mitfahren, da dies die Obergrenze darstellte.

Damit entsprach die Teilnehmerzahl zu unserem nunmehr 17. Trainingswochenende genau der vom vergangenen Jahr. Pünktlich waren alle am späten Freitagnachmittag zum Treffpunkt gekommen. Jetzt mussten nur noch das Gepäck und die Sportler selbst auf die 2 Kleinbusse und 3 PKW aufgeteilt werden und dann konnte es, bei angenehmen frühsommerlichen Temperaturen losgehen in Richtung Schullandheim Seelingstädt.

Dort angekommen wurde zuerst die Zimmeraufteilung geklärt, dann das Gepäck entladen und anschließend hieß es noch Betten beziehen. Danach trafen sich alle im Speiseraum, wo wir kurz von der Mitarbeiterin des Schullandheimes begrüßt wurden (eine weiterführende Einweisung ist ja nicht mehr nötig, sind wir doch dort Stammgäste) und uns dann das leckere Abendbrot schmecken ließen.

Da der Wetterfrosch für den Samstag Gewitter vorhergesagt hatte, nutzten wir das schöne Wetter, um unser obligatorisches Lagerfeuer zu entfachen. Recht schnell waren die Bänke besetzt und alle Stöcke mit dem Knüppelteig (oder den Marshmallow´s) im bzw. am Feuer.

Natürlich wurde auch der Tischtennisraum, der Billardtisch und die Wii-Konsole in Beschlag genommen. So verging die Zeit recht schnell und 22.00 Uhr hieß es ab in die Zimmer zur Nachtruhe, schließlich stand ein langer Trainingtag bevor.TL2

Der Samstag begann pünktlich 8.00 Uhr mit dem gemeinschaftlichen Frühstück. Danach fuhren wir zur Turnhalle der Seelingstädter Schule, um kurz nach 9.00 Uhr mit dem Training zu beginnen. Los ging´s natürlich mit dem Aufwärmen, anschließend wurde, in Vorbereitung auf die anstehende Gürtelprüfung, Grundlagentraining in drei Gruppen, bei Susann, Sebastian und René absolviert.

Weiter ging es dann mit dem Technik- (Poomsae) und Selbstverteidigungstraining. Für die Gruppe bis zum 7.Kup waren Jasmin und Sebastian, für die Gruppe ab dem 6.Kup René zuständig. Unter anderem wurden die Formen in Anwendung mit Partnern trainiert. Im Bereich der Selbstverteidigung war für die „Anfänger“ die Fallschule das Hauptaugenmerk, während die „Fortgeschrittenen“ die Verteidigung gegen Angriffe aus allen Distanzen wichtig war.

Den Abschluss des Trainings am Vormittag bildeten ein paar lockere Spielchen mit unserem FitLight Trainingssystem. Danach ging es zurück zum Schullandheim, wo schon das Mittagessen auf uns wartete. Während sich Einige ein wenig Bettruhe gönnten, paukten Andere noch Theorie für die Kupprüfung.

Nun fuhren wir wieder zur Halle und Sebastian übernahm das Aufwärmen, unterdessen bereitete René alles für die Gürtelprüfung vor. Gegen 14.15 Uhr wurde es für die 9 Prüflinge ernst.

Zum Glück für die anderen Teilnehmer des Trainingscamps meinte es das Wetter gut mit uns und ließ den Regen oben. So konnte das Training für diese Gruppe im Freien erfolgen, ohne das jemand nass wurde.

Die Prüflinge waren natürlich recht aufgeregt, vor allem die Fünf, für die es die erste Prüfung war. Los ging es nun mit den Grundschultechniken, den Anfang machten die Weißgurte, dann folgten die Farbgurte. Hier wurden die zu zeigenden Techniken bzw. Technikkombinationen natürlich um einiges schwieriger. Dies gelang allen recht ordentlich, wenngleich es natürlich noch Verbesserungspotential gibt.

Die Steppschule wurde mit der nötigen Lockerheit und Schnelligkeit absolviert und stellte somit kein größeres Problem dar. Jetzt war die Präsentation der Form (ab 7.Kup) an der Reihe. Zu sehen gab es ganz ordentliche Leistungen, jedoch muss an der Korrektheit der Techniken weiter gearbeitet werden. Die nun folgenden Pratzenübungen wurden von allen sehr gut absolviert. Sowohl der „Einschlag“ auf der Pratze, als auch der Kampfschrei waren gut zu hören.

Beim Schrittkampf kam es vor allem auf korrekte Techniken und optimalen Abstand an. Hier gab es durchaus noch Reserven. Die Prüflinge, welche Freikampfübungen auszuführen hatten, taten dies zur Zufriedenheit des Prüfers. Wie so oft bei Gürtelprüfungen, war die Selbstverteidigung nicht so überzeugend, allerdings wurde die Fallschule sehr gut gemeistert.

Die Abfrage des theoretischen Wissens stellte kein Problem dar, fast alle Fragen des Prüfers konnten beantwortet werden. Den Abschluss der Prüfung bildete der Bruchtest von Cora Sue Hüttner. Konzentration, absolute Stille in der Halle, gefolgt von einem lauten Kampfschrei und den Techniken auf die Bretter.

Während der Prüfer noch die Listen vervollständigte und die Urkunden ausstellte, konnten alle Sportler noch ein paar spezielle Kick-Kombinationen bei Jasmin und Sebastian trainieren. Dann war es endlich soweit und René gab die Ergebnisse bekannt. Aufgrund der gezeigten Leistungen hatten alle ihren neuen Kup-Grad erreicht.

Den weiß-gelben Gürtel (9.Kup) tragen nun Sophie Buchholz, Charlotte Conrad, Stella Ziemek, Natalie Höpfner und Odin Penzel. Über den gelb-grünen Gürtel (7.Kup) freute sich Marcel Wild. Den blauen Streifen zum grünen Gürtel (5.Kup) gab es für Emma-Elena Mischur und Yanitsa Karamfilova. Den roten Gürtel (2.Kup) nahm Cora Sue Hüttner stolz in Empfang.

Nun ging es wieder zurück zum Schullandheim. Nach dem „Frischmachen“ war dann auch schon Zeit für das Abendessen, welches wie immer sehr reichhaltig und vielfältig war.

Während der Großteil in den Tischtennisraum, den Fernsehraum oder an den Billard-Tisch verschwand, schauten sich die älteren Semester einige Bilder aus „alten Tagen“ an und hatten reichlich Spaß dabei.

Das Training am Sonntagvormittag war dem Wettkampf- und Kicktraining vorbehalten. Nach dem Aufwärmen ging es mit Pratzenkombinationen los, die dann beim Westentraining ausgebaut wurden. Da konnte man auch schon einmal ins Schwitzen kommen. Doch damit nicht genug, denn es folgte das „jump & kick“ Training. Hier konnten alle probieren, im Sprung die Pratze zu treffen. Die letzte Trainingseinheit war das Bruchtesttraining, wo es um den Ablauf und den Aufbau eines Bruchtests ging. Nach dem Ausdehnen war dann leider schon Schluss wir machten uns auf den Heimweg.

R.Richter