16. Vereinstrainingswochenende des TuS Osterburg in Seelingstädt

Man könnte meinen, wenn eine Veranstaltung immer wieder und immer am selben Ort stattfindet, dann wird sie irgendwann einmal uninteressant.

Dies scheint auf unser alljährliches Vereinstrainingslager nicht zu zutreffen. Trotz das es nun schon zum 16. Mal in Seelingstädt stattfand oder vielleicht auch gerade deswegen, war das Interesse unserer Sportler zur Teilnahme an diesem Event sehr groß.

30  Sportler/innen wollten diesmal dabei sein, nur im Jahr 2007 waren es mehr!

Da 30 Leute natürlich auch einiges an Gepäck verursachten, mussten wir uns Gedanken machen, wie wir alles nach Seelingstädt befördern. Dank der Firma Freund Automobile, welche uns einen Kleinbus zur Verfügung stellte (vielen Dank noch einmal dafür), konnten wir alles mit insgesamt 3 Kleinbussen und 2 PKWs bewältigen.

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl, wurden im Schullandheim die Zimmer auf gleich 2 Etagen in Beschlag genommen. Nach dem Bettenbeziehen und der obligatorischen Begrüßung durch die Mitarbeiterin des Schullandheimes, ließen wir uns das leckere und reichhaltige Abendessen schmecken.training 1

Danach wurde wie jedes Jahr der Tischtennisraum in Beschlag genommen. Sowohl die Großen, als auch die Kleinen tummelten sich um die „Platte“ und hatten jede Menge Spaß. Aber auch der Billard-Tisch und die Wii Konsole wurden ausgiebig genutzt.

Pünktlich 22.00 Uhr hatten alle Kinder in ihren Zimmern zu sein, da Nachtruhe angesagt war. Die Jugendlichen durften natürlich noch ein wenig länger auf bleiben.

Der Sonnabend war mit Training und Gürtelprüfung vollgepackt, so dass pünktlich 8.00 Uhr alle beim Frühstück sein mussten. Da der Tischdienst seine Arbeit vorbildlich verrichtete, konnten wir planmäßig und in Ruhe frühstücken.

Pünktlich 9.00 Uhr begann das Training mit dem Aufwärmen. Danach wurde das Grundlagentraining in drei Gruppen, bei Susann, Sebastian und René absolviert.

Anschließend ging es in 2 Gruppen mit dem Poomsae- und Selbstverteidigungstraining weiter. Für die Gruppe bis zum 7.Kup waren Jasmin und René, für die Gruppe ab dem 6.Kup Susann und Sebastian zuständig. Diese Aufteilung war optimal für die Prüfungsvorbereitung, machte das Training effektiv und alle hatten zudem noch viel Spaß beim Trainieren.

Zum Ausklang des Vormittagstrainings wurden noch ein paar Auflockerungsspielchen absolviert und dann ging es zurück in das Schullandheim zum verdienten Mittagessen. Während sich die Einen nach dem Essen noch ein wenig ausruhten, schauten sich die Anderen noch mal eben die Theorie für die Gürtelprüfung an.

Pünktlich fuhren wir wieder in Richtung Turnhalle. Sebastian übernahm das gemeinsame Aufwärmen, unterdessen bereitete René die Prüfung vor. Dann wurde es ernst, Punkt 14.00 Uhr begann die Gürtelprüfung. Da nicht alle Teilnehmer des Trainingscamps an der Prüfung teilnahmen, begaben sich diese nach draußen, um dort zu trainieren.

Die verbleibenden 18 Sportler waren recht aufgeregt, vor allem die Fünf, für die es die erste Prüfung war. Anders als sonst begann die Prüfung mit der Abfrage des theoretischen Wissens, gefolgt von den Freikampf- und Einschrittkampfübungen. Hier waren ganz ordentliche Leistungen zu sehen.

Da es im Freien schon recht frisch wurde, integrierten wir die Gruppe der „Nicht-Prüflinge“ in den Prüfungsablauf. Dies funktionierte völlig problemlos, so dass nun alle gemeinsam ihr Können bei der Fallschule beweisen durften. Anschließend war Lockerheit und Schnelligkeit gefragt, da nun die Stepp-Schule zu zeigen war. Alle gaben sich große Mühe und auch die Two-Stepps zur Seite klappten recht gut.

Nun folgten die Pratzenübungen, bei denen es auf zielgenaues Treffen mit der entsprechenden, korrekten Technik ankam, die gleichzeitig mit  einem ordentlichen Gihap auszuführen war.

Als auch dies ordentlich präsentiert worden war, ging es mit den Grundschultechniken weiter. Je dunkler der angestrebte Gürtel wurde, umso schwieriger wurden auch die zu zeigenden Techniken bzw. Technikkombinationen. So hatten die Blaugurte den Seitwärtstritt (Yop-chagi) oder den Fersendrehschlag (Momdolyo-huryo- chagi) in verschiedensten Variationen bzw. in Verbindung mit Handtechniken zu zeigen.

Für Einige war die Präsentation der Form (ab dem 7.Kup) der letzte Prüfungsbestandteil. Hier gab es gemischte Leistungen zu sehen. An der Korrektheit der Techniken, vor allem bei den Fußstellungen muss weiter gearbeitet werden.

Für 2 Sportler hieß es nun größte Konzentration an den Tag legen, denn sie hatten noch den Bruchtest zu absolvieren. Beide konnten die Bretter in zwei Hälften zerteilen, auch wenn es dazu mitunter 2 Versuche bedurfte. Damit waren alle Prüfungsbestandteile absolviert.

Da der Prüfer noch die Listen zu vervollständigen hatte und die Urkunden ausstellen musste, nutzen die Sportler die Zeit, um bei Susann noch einige Kräftigungsübungen zu absolvieren. Dann war es endlich soweit und René gab die Ergebnisse bekannt. Aufgrund der gezeigten Leistungen hatten alle ihren neuen Kup-Grad erreicht. Dazu noch einmal allen Sportlern herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung.

Den weiß-gelben Gürtel (9.Kup) tragen nun Anne Trampel, Vivien Scheumann, Thessa Schneider, Annabell Wild und Jerome Heiland. Auf den gelben Gürtel (8.Kup) können Elsa Schäfer, Marcel Wild und Yannick Noack stolz sein. Über den gelb-grünen Gürtel (7.Kup) freuten sich Jenny Skanda und Yanneck Brunow.

Den grünen Gürtel (6.Kup) schafften Amy Schleicher, Chantal Rüdiger, Yanitsa Karamfilova, Emma-Elena Mischur, Maurice und Lennart Eyring.

Sebastian Schuster zählt mit seinem blauen Gürtel (4.Kup) nun zu den „Fortgeschrittenen“ und Cora Hüttner darf auf den blau-roten Gürtel (3.Kup) stolz sein.

Nun konnte es endlich zurück zum Schullandheim gehen. Nach dem „Frischmachen“ war dann auch schon Zeit für das Abendessen, welches wie immer sehr reichhaltig und vielfältig war.

training 2Während die „Großen“ dann noch ein wenig sitzen blieben und sich unterhielten, verschwand der „Rest“ wieder in den Tischtennisraum, an die Wii-Konsole oder an den Billard-Tisch.

Das obligatorische Lagerfeuer musste dieses Jahr leider ausfallen, da zum Einen leichter Nieselregen niederging und es zum Anderen abends auch schon recht kalt war. Doch auch ohne das Lagerfeuer hatten alle noch viel Spaß.

Das Training am Sonntagvormittag war ausschließlich dem Wettkampf gewidmet. Zunächst wurde mit dem Pratzentraining begonnen. In der 2. Einheit durften sich alle eine Weste „anziehen“ und  beim Kicken auch schon einmal ins Schwitzen kommen. Zum Abschluss gab es noch eine kleine Krafteinheit bei Thomas. Dann war es auch schon vorbei, das letzte Training des Wochenendes.

Ein wenig traurig, dass es schon vorbei war, fuhren wir in das Schullandheim zurück und ließen uns das Mittagessen schmecken. Dann machten wir uns auf die Rückfahrt nach Weida, mit dem Wissen, dass 17. Trainingswochenende kommt bestimmt.

 

R.Richter