11. Weidaer Budolehrgang

„Same procedure as every year“ steht in unserem Fall nicht für den Silvester-Sketch, sondern für den alljährlichen Weidaer Budolehrgang. In diesem Jahr fand jener nun zum 11. Mal statt. Anders als bisher war Weida der Austragungsort für das Event und somit hatte der Name auch seine Berchtigung. Das war aber auch schon die einzige Änderung, denn als Referenten waren wie immer Georg Streif (TKD- Bundestrainer der DTU) und Frank Zimmermann (Aikido- und Arnis [Stockkampf] Meister) geladen.

Da wir das Fassungsvermögen der beiden Hallen nicht so richtig einschätzen konnten, sollte die Teilnehmerzahl eigentlich begrenzt werden. Doch noch vor dem offiziellen Meldeschluss hatten sich 80 Sportler aus 8 Vereinen angemeldet. Leider gab es bis zum Lehrgangstag noch ein paar krankheitsbedingte Ausfälle (das beginnende Schmuddelwetter sorgte für vermehrte Virentätigkeit), dennoch waren es dann 70 Sportler, die sich zur Begrüßung in der „Halle 1“ aufstellten.

Natürlich waren alle darauf gespannt, was die Referenten in diesem Jahr für Neuigkeiten preisgeben werden und wie sich der Lehrgang in 2 separaten Hallen gestalten wird.

Nach dem obligatorischen Gruppenfoto ging es dann auch schon los. Während die Selbstverteidigungsinteressierten dem Referenten Frank Zimmermann in „Halle 2“ folgten, besprach die Wettkampftruppe den weiteren Ablauf. Wie immer waren die Trainingseinheiten so aufgebaut, dass man nach der jeweiligen Einheit auch zu dem anderen Bereich wechseln konnte.

Nach dem Aufwärmen hieß es für die Wettkämpfer, in die Wettkampfausrüstung schlüpfen und ein paar Runden „Spielsparring“ absolvieren. Danach wurden noch einige ausgefeilte Techniken, die insbesondere bei Verwendung der Daedo-Weste zum Erfolg führen sollen, ausgiebig trainiert. Bundestrainer Streif gab auch immer gleich direkt die Rückmeldung zu den auftretenden Fehlern.

In der „Selbstverteidigungshalle“ wurde unterdessen in der 1. Trainingseinheit ein Grundlagentraining absolviert, worauf die kommenden Einheiten dann aufbauten. Auch bei dieser Gruppe gab es immer gleich die direkte Rückmeldung, dies jedoch in Form von „Aua“, wenn die ausgeführte Technik gelungen war.

Mit 2h war die erste Einheit die längste an dem Tag, dennoch verging die Zeit so schnell, dass alle verwundert waren, als es hieß: „Mittagspause“.

Bei Wienern, leckerem Kuchen, Kaffee und anderen Erfrischungsgetränken konnte sich erst einmal gestärkt bzw. ausgeruht werden. Die 40-minütigen Pause ließ auch noch Zeit, um ein wenig frische Luft zu tanken, da wir wie immer bestes Wetter bestellt hatten. Erholt und mit frischem Schwung ging es dann in die nächsten Trainingseinheiten.

Beim Bundestrainer stand nun unter anderem prüfungsrelevantes Sparring bzw. der entsprechende Schrittkampf für Gürtelprüfungen auf dem Plan. Viele sogenannte Standard-Situationen wurden erläutert und trainiert. Die taktische Arbeit kam ebenfalls nicht zu kurz, da auch hier einige Runden Sparring angesagt waren.  Die Leistungs-grenze austesten, dass konnte man in der dritten Einheit, denn mittels Pratze und Stepper war ein VO2 max – Training zu absolvieren. Wer da am nächsten Tag keinen Muskelkater bekommen hat, der hat nicht „voll durchgezogen“.

Die letzte Wettkampfeinheit war dann dem sogenannten Stabi-Training gewidmet. Dies ist ein statisches Krafttraining.

In Halle 2 ging es bei der Selbstverteidigungsgruppe nicht ganz so hoch her, was aber nicht heißt, dass es nicht anstrengend war.

Frank Zimmermann zeigte die verschiedensten Techniken aus seinem sehr umfangreichen Technik-Repertoire. Neben den Abwehren von Angriffen aus unterschiedlichen Distanzen, waren auch Stock- und Messerangriffe abzuwehren. Nur durch das ständige Wiederholen dieser Techniken gelangen diese dann einigermaßen sicher.

Ungefähr 7 Stunden hatten die Sportler fleißig trainiert, sich beim Kicken ausgepowert, oder beim Hebeln die „Knochen verbogen“ und sich somit den gemeinsamen Cool down beim Bundestrainer redlich verdient

Fast pünktlich, kurz nach 17.00 Uhr wurde der Lehrgang mit einigen abschließenden Worten beendet. Die Lehrgangsleitung und die Referenten waren angetan vom Durchhaltevermögen der Sportler und von der wie immer sehr angenehmen Atmosphäre.

An dieser Stelle möchten wir gern noch das Feedback der Referenten widergeben.

 

 

Frank Zimmermann:

„Vielen Dank an Dich und Dein Team nochmals für die tolle Ausrichtung des Lehrgang und der tollen Stimmung am gesamten Tag! Habt Ihr wie immer super hinbekommen! Übrigens ist die Nutzung der Hallen in Weida eine Art Steigerung des Lehrganges. Nicht nur Weida als Ausrichtungsort, sondern auch die Aufteilung in die 2 Hallen haben mir richtig gut gefallen!“

 

 

Georg Streif:

„Es ist immer wieder angenehm als Referent an dem Weidaer Budolehrgang mitwirken zu dürfen.

Das ORGA-Team um Carmen und Rene Richter und die Teilnehmer sind sehr motiviert, gastfreundlich und verkörpern die positiven Werte von Taekwondo vorbildlich.

Mich wundert es immer wieder, wie die Teilnehmer so viele Trainingseinheiten an einem Tag durchstehen. Respekt.  

Schön ist auch eine kontinuierliche Entwicklung der Leistungsträger zu sehen

 

Natürlich macht uns das Lob der Referenten sehr stolz und motiviert uns, fleißig weiter zu arbeiten. Mit diesem Feedback werden wir sehr gern auch im Jahr 2015 wieder den Budolehrgang in Weida auszurichten.

Abschließend auch von uns noch einmal ein großes Dankeschön an alle fleißigen Helfer unseres Vereines und an die Muttis, für den leckeren Kuchen.

 

 

 R. Richter